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4221 Biographie

  • 22.01.1915 geboren in Breslau
  • 27.09.1939 Ordination
  • 01.03.1942 Pfarrer in Röstfeld / Schlesien
  • 1939 Heirat mit Ilse Albertz (geb. Schall)
  • 1941 Verhaftung durch die Gestapo
  • 1943 erneute Verhaftung nach Fürbittgottesdienst für Niemöller, Martin, Verurteilung zu Zuchthausstrafe, Soldat der Wehrmacht im Rang eines Obergefreiten
  • 1945 Leiter der kirchlichen Flüchtlingsbetreuung in Celle
  • 1946 Eintritt in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Vorstandsmitglied seit 1950
  • 1947 Flüchtlingsabgeordneter im Niedersächsischen Landtag
  • 1947 Mitglied des Flüchtlingsrates der Britischen Zone
  • 1948 Mitglied im Flüchtlingsbeirat beim SPD-Parteivorstand
  • 09.06.1948 Flüchtlingsminister des Landes Niedersachsen in der Regierung von Ministerpräsident Heinrich Wilhelm Kopf
  • 1951 Staatsminister für Sozial-, Gesundheits- und Flüchtlingsangelegenheiten in Niedersachsen
  • 1955 Minister für Soziales und Gesundheit
  • 1950-1968 Mitglied im SPD-Parteivorstand
  • 1949-1965 Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt
  • 01.08.1959 Senatsdirektor beim Berliner Senator für Volksbildung
  • 1959 Bevollmächtigter des SPD-Parteivorstandes in Berlin
  • 1959 Chef der Berliner Senatskanzlei
  • 1961 Berufung zum Berliner Innensenator
  • 1963 Stellvertreter von Willy Brandt
  • 1963 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses
  • 1966 Regierender Bürgermeister von Berlin
  • 26.09.1967 Rücktritt als Regierender Bürgermeister im Zusammenhang mit dem Tod von Benno Ohnesorg während der Studentenproteste 1967
  • 1967 Rückzug aus der Politik
  • 1970 Niederlegung des Abgeordnetenmandates und Rückzug aus der Berliner SPD
  • 1970 Kommissarischer Pfarrer in der evangelischen Fürbitt-Gemeinde in Berlin-Britz
  • 1971 Kreispfarrstelle in der Berliner Gropiusstadt
  • 1974 Pfarrer in Berlin-Schlachtensee
  • 1975 flog Albertz als Gewährsmann für den Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz, der entführt worden war, mit den freigepressten Terroristen in den Jemen
  • 1979 Vorzeitiger Ruhestand
  • 1986 Umzug in ein Altenheim in Bremen
  • 18.05.1993 Tod in Bremen

Netzwerk

510 Universität Breslau

510 Universität Halle

510 Universität Berlin

510 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) (Mitglied, seit 1950 Vorstandsmitglied)

510 Bekennende Kirche (Mitglied)

510 Provinzialsynode der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg (Berlin-West) (Mitglied)

510 Evangelische Akademie Hermannsburg-Loccum (Referent, Tagungsgruppe)

500 Seeberg, Stella (befanden sich in einem inhaltlichen Gegensatz)

500 Iwand, Hans Joachim (befreundet oder zumindest inhaltlich auf einer ähnlichen Linie; beide hegten große Hoffnungen auf eine Annäherung von Kirche und SPD)

510 Forschungsstelle für Pädagogik, Ostkirchenfragen und Vertriebenenfragen (Vortragstätigkeit, Kontroverse mit Forschungsstelle wegen Deutung des Vertriebenenproblems)

510 Evangelische Akademie Hermannsburg (Vortragstätigkeit)

510 Evangelische Akademie Loccum (Vortragstätigkeit)

Literatur

Eigene Publikationen

692 Albertz, Heinrich: Ein öffentlicher Skandal. Minister Albertz zum Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen. In: Sozialdemokratischer Pressedienst (1950/134, 1). Bonn, 1950.

 692 Albertz, Heinrich: Niedersachsen und das Flüchtlingsproblem. Hannover, 1950.

692 Albertz, Heinrich: Protest – gegen wen? In: Sozialdemokratischer Pressedienst (1951/39, 1). Bonn, 1951.

692 Albertz, Heinrich: Christentum – Name und Wirklichkeit. Eine Pfingst-Betrachtung. In: Sozialdemokratischer Pressedienst (1953/20, 1). Bonn, 1953.

692 Albertz, Heinrich: Berlin. Die Richtlinien der Regierungspolitik. Erklärung des Regierenden Bürgermeisters am 13. April 1967 vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin. Berlin, 1967.

692 Albertz, Heinrich/ Goldschmidt, Dietrich (1969): Konsequenzen: Thesen, Analysen, Dokumente zur Deutschlandpolitik. Reinbek bei Hamburg, 1969.

692 Albertz, Heinrich: Dagegen gelebt: von den Schwierigkeiten ein politisches Christ zu sein. Gespräche mit Gerhard Rein. Reinbek bei Hamburg.

692 Albertz, Heinrich: Pfarrer, die dem Terror dienen? Bischof Scharf und der Berliner Kirchenstreit 1974. Eine Dokumentation. Reinbek bei Hamburg, 1976.

692 Albertz, Heinrich (Hg.): Christen in der Demokratie. Wuppertal, 1978.

692 Albertz, Heinrich/ Thomsen, Joachim (Hg.): Christen in der Demokratie. Wuppertal, 1978.

692 Albertz, Heinrich: Diesseits von Eden.16 Predigten. Stuttgart, 1981.

692 Albertz, Heinrich: Gegen Krieg und Gewalt, für Friede, Völkerverständigung, internationale Solidarität: am 30. August 1981 auf der DGB-Veranstaltung in Hannover, Gedenkstätte Aegidienkirche. Hannover, 1981.

692 Albertz, Heinrich: Störung erwünscht: meine Worte zum Sonntag. Stuttgart, 1981.

692 Albertz, Heinrich: Nachträge. Stuttgart, 1983.

692 Albertz, Heinrich: Die Zehn Gebote: eine Reihe mit Gedanken und Texten. Stuttgart, 1985.

692 Albertz, Heinrich: Die Reise: vier Tage und 70 Jahre. München, 1985.

692 Albertz, Heinrich: Das grüne Gitter. Potsdam, Sanssourci. Ein Besuch. Stuttgart, 1985.

692 Albertz, Heinrich/ Schwarze, Hanns Werner (1986): „Ein radikaler Demokrat möchte ich schon sein“: ein Gespräch mit Hanns Werner Schwarze. Ein Rückblick auf 40 Jahre Demokratie. Berlin, 1986.

692 Albertz, Heinrich: Misere nobis: eine politische Messe. München, 1987.

692 Albertz, Heinrich: Warum ich Pazifist wurde. München, 1987.

692 Albertz, Heinrich: Am Ende des Weges: Nachdenken über das Alter. München, 1989.

692 Albertz, Heinrich: Blumen für Stukenbrock: Biografisches. Stuttgart, 1990.

692 Albertz, Heinrich: Der Wind hat sich gedreht: Gedanken über uns Deutsche. München, 1993.

692 Albertz, Heinrich: Wir dürfen nicht schweigen: Ein politisches Gespräch mit Wolfgang Herles. München, 1993.

Archivbestände

670 Archiv der sozialen Demokratie http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_a/albertz-h.htm

Bestand
Der im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) in der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) befindliche Nachlass Heinrich Albertz' umfaßt 8,05 lfm mit der Gesamtlaufzeit 1940; 1946-1993. Aus der Zeit vor 1946 enthält der Bestand nur ein Einzelstück. Der Nachlass Heinrich Albertz' ist in zwei Abschnitten in das AdsD der FES gekommen: Der erste, größere und bis 1993 als Depositum geführte Teil 1986 im Zuge des Umzugs Heinrich Albertz' und seiner Frau von Berlin nach Bremen, der zweite Teil nach seinem Tod 1993. Im April 2003 wurde dem Bestand ein Nachtrag hinzugefügt. Er enthält Unterlagen zu allen Aktengruppen, mit Ausnahme der Aktengruppe "VI. SPD-Parteivorstand, Kontakte zu Bezirken und Ortsvereine" (Laufzeit: 1940; 1947-1974).

  • Persönliche Unterlagen
  • Veröffentlichungen zur Person
  • Publizistische Äußerungen
  • Allgemeine und persönliche Korrespondenz
  • Niedersächsischer Minister für Sozial-, Gesundheits- und Flüchtlingsangelegenheiten SPD-
  • Parteivorstand, Kontakte zu Bezirken und Ortsvereine
  • Berliner Senatsdirektor für Volksbildung
  • Chef der Berliner Senatskanzlei
  • Bürgermeister und Innensenator von Berlin
  • Regierender Bürgermeister von Berlin
  • Kolumnist und Gemeinde- bzw. Kreispfarrer
  • Arbeiterwohlfahrt
  • Vorsitzender des Kuratoriums der Freien Universität Berlin
  • Materialien zu Einzelthemen / Sachakten

Veröffentlichungen über die Person

730 Henkys, Reinhard (Hg.): Und niemandem untertan. Heinrich Albertz zum 70. Geburtstag. Reinbek bei Hamburg, 1985.

730 Braun, Hannelore/ Grünzinger, Gertraud (Bearb.): Personenlexikon zum deutschen Protestantismus 1919-1949 (AKIZ A12), Göttingen 2006, 19.

730 Hoffrichter, Arne: Heinrich Albertz und die SBZ-Flucht. Zur Rolle Niedersachsens, der Presse und des Durchgangslagers Uelzen-Bohldamm im Prozess der Notaufnahmegesetzgebung 1949/1950, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 84 (2012), S. 377-409.

730 Kemnitzer, Konstanze: „Merkwürdigerweise haben sie mich auf dem ganzen Flug mit ‚Herr Pfarrer‘ angeredet“. Heinrich Albertz als geistlicher Flugbegleiter freigepresster Häftlinge. In: Greiner, Dorothea (Hg.): Geistliche Begleitung in evangelischer Perspektive: Modelle und Personen der Kirchengeschichte. Leipzig, 345-355, 2013.

730 Klein, Michael: Westdeutscher Protestantismus und politische Parteien: Anti-Parteien-Mentalität und parteipolitisches Engagement von 1945 bis 1963. Tübingen, 2005.

730 Rathgeb, Eberhard: Deutschland kontrovers: Debatten 1945 bis 2005. Bonn, 2005.

730 Rohde, Reinhard: Heinrich Albertz und Erich Schellhaus: zwei Flüchtlingspolitiker der ersten Stunde. In: Schulze, Reinhard (Hg.): Zwischen Heimat und Zuhause: deutsche Flüchtlinge und Vertriebene in (west-) Deutschland 1945-2000. Osnabrück, 2001, S. 126-140

730 Schuster, Jacques: Heinrich Albertz – der Mann, der mehrere Leben lebte: eine Biografie. Berlin, 1997.

730 Thoma, Rolf (Hg.): Die Mauer wird ein grünes Gitter: in Erinnerung an Heinrich Albertz. Nachrufe und Dokumente. Stuttgart, 1993.

730 Tschernitschek, Marc: Der Todesschütze Benno Ohnesorgs: Karl-Heinz Kurras, die Westberliner Polizei und die Stasi. Marburg, 2013.

730 Teuchert, Felix: Normativer Anspruch, theologische Deutung und soziologische Analyse: Die evangelische Akademie Hermannsburg-Loccum in den Debatten über die Integration der Ostvertriebenen in die westdeutsche Gesellschaft, in: Anselm, Reiner / Albrecht, Christian (Hg.): Teilnehmende Zeitgenossenschaft. Studien zum Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik 1949 - 1989, 2015, S. 171-200.

730 Rudolph, Evangelische Kirche und Vertriebene Bd.1, 1984, S. 549.

Internetressourcen

http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_a/albertz-h.htm

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