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4221 Biographie

  • 20.08.1884 geboren in Wiefelstede im Großherzogtum Oldenburg als erstes der vier Kinder des Pfarrers Arthur Kennedy Bultmann und Helene Bultmann, geb. Stern
  • 1903-1907 Studium der Theologie an den Universitäten Tübingen, Berlin und Marburg u.a. bei Theodor Haering, Karl Müller, Adolf von Harnack, Hermann Gunkel, Paul Nator, Adolf Jülicher, Johannes Weiß und Wilhelm Herrmann
  • 1906-1907 neben dem Examen: Lehrtätigkeit als Hauslehrer und als Vertretungslehrer am Gymnasium in Oldenburg
  • 1907 Erstes Theologisches Examen beim Oberkirchenrat in Oldenburg
  • 1910 Promotion zum Lic. theol. aufgrund einer Arbeit über Der Stil der paulinischen Predigt und die kynisch-stoische Diatribe bei Johannes Weiß
  • 1912 Habilitation aufgrund einer Arbeit über die Exegese der antiochenischen Schule, speziell des Theodor von Mopsuestia (erst posthum veröffentlicht)
  • 1912-1916 Privatdozent an der Universität Marburg
  • 1916-1920 Außerordentlicher Professor für Neues Testament an der Universität Breslau
  • 1918 Eintritt in den von Ernst Troeltsch und anderen liberalen Protestanten gegründeten Volksbund für Freiheit und Vaterland, der sich für einen Verständigungsfrieden einsetzte
  • 1919 Abschluss der Geschichte der synoptischen Tradition (Veröffentlichung: 1922)
  • 1919 Gründungsmitglied der Gesellschaft für Kirchengeschichte
  • September 1920 Teilnahme an der Tagung der "Freunde der Christlichen Welt"; hierbei nähere Bekanntschaft mit Friedrich Gogarten
  • 1920-1921 Professor für Neues Testament an der Universität Gießen
  • 1921-1951 Professor für Neues Testament an der Universität Marburg
  • 18.02.1922 Besuch Karl Barths in Marburg zur Diskussion der zweiten Auflage des Römerbriefes, den Bultmann in der Christlichen Welt rezensiert hatte; Beginn des geistigen Austausches, aber auch der zunehmenden Entfremdung zwischen Barth und Bultmann
  • 1923 Beginn der Freundschaft mit Martin Heidegger
  • 06.02.1924 Parteinahme Bultmanns für die Dialektische Theologie in dem Aufsatz Die liberale Theologie und die jüngste theologische Bewegung
  • 25.03.1925 Programmatischer Vortrag ("Klassiker der Theologiegeschichte des 20. Jahrhunderts", Hammann, 221) Welchen Sinn hat es, von Gott zu reden? vor einem Kreis von Pfarramtskandidaten in Oldenburg auf Betreiben des Schülers Bultmanns, Hans Roth
  • 1927 Bultmann beginnt, in der Philosophie Heideggers den Ausweg zwischen den Aporien der klassischen Metaphysik und dem Historismus zu sehen (in der Rezension zu Lohmeyer, ErnstVom Begriff der religiösen Gemeinschaft)
  • 1929 Teilnahme an der Tagung des Bundes für Gegenwartschristentum und endgültiger Bruch mit den älteren Liberalen im Umkreis der Christlichen Welt
  • 1930 Entfremdung von Gogarten aufgrund von dessen Schrift Wider die Ächtung der Autorität (Kontaktabbruch in den Jahren nach 1933)
  • 1933 Mitglied im Pfarrernotbund und der Bekennenden Kirche
  • Oktober 1933 Mitunterzeichner der (gegen den kirchlichen Arierparagraphen gerichteten) Erklärung deutscher Neutestamentler "Neues Testament und Rassenfrage"
  • 1936 Endültiger Kontaktabbruch mit Emanuel Hirsch
  • 21.04.1941 Vortrag zum Thema Neues Testament und Mythologie auf einer Regionaltagung der Gesellschaft für Evangelische Theologie in Frankfurt a.M. und am 04.06.1941 nochmals in Alpirsbach (Anlass für die spätere Entmythologisierungsdebatte)
  • 1945 Mitglied des von der amerikanischen Besatzung eingesetzten Planungsausschusses zur Begutachtung über die politische Einstellung und Betätigung der Marburger Hochschullehrer
  • gestorben 1976 in Marburg

Netzwerk

500 Wolf, Ernst

500 Otto, Rudolf (Kollege in Breslau und später – in zunehmendem Widerspruch – in Marburg)

500 Käsemann, Ernst (akademischer Lehrer)

500 Fuchs, Ernst (akademischer Lehrer)

500 Asmussen, Hans (erklärter Gegner der von Bultmann geforderten Entmythologisierung des ntl. Weltbildes)

500 Iwand, Hans Joachim (erklärter Gegner der von Bultmann geforderten Entmythologisierung des ntl. Weltbildes)

500 Schlier, Heinrich (akademischer Lehrer)

500 Bornkamm, Günther (akademischer Lehrer)

500 Jonas, Hans (Doktorand bei Bultmann und Heidegger)

500 Marxsen, Willi (akademischer Lehrer)

500 Friedländer, Paul

500 Lohmeyer, Ernst (Freundschaftlich-akademisches Verhältnis, vgl. Hamann S. 115, 244, 344, 355)

500 Günther, Rudolf (Kollege in Marburg)

500 Gogarten, Friedrich (Freundschaft)

500 Barth, Karl

500 Bonhoeffer, Dietrich (Unterstützer von Bultmanns Forderung nach Entmythologisierung des ntl. Weltbildes)

500 Baumgartner, Walter (Lehrer, später Kollege in Marburg]

500 Ebeling, Gerhard (akademischer Lehrer)

500 von Soden, Hans (Kollege in Breslau und Freund)

500 Rade, Martin (Bekanntschaft seit der Studentenzeit in Marburg)

500 Heidegger, Martin (Universitätskollege, Freundschaft)

510 Igel (studentische Verbindung, Mitglied)

510 Volksbund für Freiheit und Vaterlans (Mitglied)

510 Bekennende Kirche

510 Pfarrernotbund

510 Theologische Rundschau (Mitinitiator der Widerbelebung der im Ersten Weltkrieg eingestellten Zeitschrift)

510 Marburger Erklärung (17. Juni 1933)

510 Arbeitsgemeinschaft Philippshaus

510 Universität Tübingen (Student)

510 Universität Berlin (Student)

510 Universität Marburg (Student, später Professor)

510 Universität Breslau (außerordentlicher Professor)

510 Universität Gießen (Professor)

 

Literatur in Auswahl

Eigene Publikationen

692 Briefwechsel 1929 - 1966 / Rudolf Bultmann ; Paul Althaus. Hrsg. von Matthias Dreher und Gotthard Jasper

Veröffentlichungen über die Person

730 Braun, Hannelore/ Grünzinger, Gertraud (Bearb.): Personenlexikon zum deutschen Protestantismus 1919-1949 (AKIZ A12), Göttingen 2006, 47.

730 Hammann, Konrad: Rudolf Bultmann. Eine Biographie, 3. Aufl. Tübingen 2012