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  • Christliche Presseakademie
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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Die Christliche Presseakademie sollte "keine Presseschule nationalsozialistischen Musters" sein, sondern durch Information über die Presse "Theologie [...] in die journalistischen Realitäten hineinwirken" lassen. "Die Themen seien 'rein fachlicher Natur' und würden 'eine erste Einführung in das Leben und Wirken des Journalistenberufs' geben. Der tiefere Sinn des Unternehmens wurde darin gesehen, dass 'christliche Redakteure' in die Redaktionen gebracht werden, "damit die weltanschauliche Krise innerhalb der deutschen Presse überwunden werde." Auch Bundespräsident Heuss, Theodor unterstützte die Pläne der Akademie. (Meier, 232f)

4208 Geschichtliche Stationen und Daten

  • 01.02.1950 Brief von Landesbischof Martin Haug an die "Evangelischen Studenten in Deutschland", in dem er den Gruß seines Vorgängers Wurm, Theophil übermittelt und dessen Wunsch "die christlichen Studenten und Studentinnen mögen sich, mehr als es in früheren Generationen der Fall war, der Bedeutung der Publizistik bewußt werden und ihre dahin zielenden Gaben entwickeln". "Jeder verantwortungsbewußte Mensch weiß, daß durch die Mittel der Presse, des Films und des Rundfunks heute sowohl Segen als auch unheilbarer Schaden gestiftet werden kann, je nach dem Geist, der durch sie spricht." Einladung zum ersten Pressekurs, den die Evangelische Akademie Bad Boll mit der ESG und "unter Mitwirkung einer großen Zahl führender Journalisten". Alle Interessierten sollten "in die Grundfragen und die Praxis der Publizistik eingeführt und angeleitet werden, wie sie daran mitarbeiten können". (Meier, S. 566)  
  • 01.-28.03.1950 Gründung der "Christlichen Presse-Akademie" im Rahmen des ersten Journalistenlehrgangs. Aus den Anfängen in Bad Boll, wesentlich durch das Engagement Eberhard Stammlers mitgeprägt, erwächst die zentrale Fortbildungsinstitution der EKD für Journalistinnen und Journalisten, die später im Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik (GEP) ihren Platz findet und heute unter dem Namen "Evangelische Medienakademie/cpa" firmiert. (vgl. http://www.ev-akademie-boll.de/ueber-uns/geschichte/1945-1955/)
  • 1950-1953 Planung und Leitung der Kurse von Imhoff, Stammler und Müller, dann von einem Kuratorium
  • 1950-1955 Koller, Martin ist Geschäftsführer (Pressereferent der Akademie)
  • 1955 Siegfried von Kortzfleisch wird nebenamtlicher Geschäftsführer der Presseakademie
  • Gründung des Freundeskreises der Christlichen Presseakademie e.V., um eine von der Akademie Bad Boll unabhängige Finanzierung der Presseakademie zu gewährleisten
  • in zweiter Generation sind Carola WolfSiegfried von Kortzfleisch und Schwanecke, Friedrich über lange Zeit die treibenden Kräfte der Presseakademie, 
  • ab 1973 gehörte die Akademie dem Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik (GEP), ihr Sitz wurde nach Frankfurt a.M. verlegt (vgl. Publizistischer Gesamtplan 1979, S. 248).
  • Umbenennung in "Evangelische Medienakademie", 2009 übernommen von der EKD Deutschland.

Netzwerk

500 Müller, Eberhard

500 Stammler, Eberhard (theologischer Lehrgangsleiter)

500 Imhoff, Christoph von (journalistischer Lehrgangsleiter)

500 Wurm, Theophil (Initiator, laut Meldung des Christlichen Nachrichten Dienstes CND)

500 Heßler, Hans Wolfgang

500 Henkys, Reinhard

500 Kortzfleisch, Siegfried von

500 Wolf, Carola

500 Stoll, Gerhard

500 Schwanecke, Friedrich

510 Evangelische Studentengemeinden (esg)

Publikationen

Veröffentlichungen über die Institution

730 Meier, Martin Gernot: Freiheit und Verantwortung: die Christliche Presse Akademie. Ein Engagement für den demokratischen Journalismus in Reaktion auf das Dritte Reich, Erlangen 2003.

730 Rosenstock, Roland: Evangelische Presse im 20. Jahrhundert, Stuttgart [u.a.] 2002, S. 237 – 242.

100 Name: Christliche Presseakademie

410 Abkürzung: CPA

0100 GBV-Link: http://d-nb.info/gnd/300529-X



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