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  • Evangelische Akademie Bad Boll
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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Die Akademie wollte nach der Gründungsintention Müllers vor allem in einem christlichen Kontext Gesprächsmöglichkeiten schaffen zur Orientierung in einer anders gewordenen Welt, wobei die Situation des Christen in der modernen Gesellschaft und unter veränderten Strukturen für ihn von besonderem Interesse war. Dazu gehörte auch ein Austausch für Menschen in der Arbeitswelt, sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Verantwortungsträger in der Wirtschaft. Sekundär lag Müller auch an der Festigung einer christlichen Wert-und Charakterelite. Ein Kennzeichen der Akademie Bad Boll wurde das sogenannte Boller Modell der Querschnittstagungen, welches Mitarbeiter der unterschiedlichen Ebenen und Bereiche eines Unternehmens zusammen "an einen Tisch" bringt, um das gemeinsame Gespräch zu initiieren und zu einer besseren Verständigung zu gelangen. Bereichert wurde dieses Tagungsmodell durch das der Berufsgruppentagungen für Lehrer, Sekretärinnen, Bauern etc. Bad Boll war gut vernetzt mit weiteren sozialkirchlichen Einrichtungen, dabei jedoch auch auf seine Monopolstellung in Württemberg bedacht.

4208 Geschichtliche Stationen und Daten

Netzwerk

500 Christoph Bausch (Akademiedirektor, Nachfolger Müllers)

500 Martin Donath (Geschäftsführer der Wirtschaftsgilde von 1948-1952)

500 Heinrich Eberbach (General a.D., Geschäftsführer; 1952-1963 Leiter der Abteilung für Soldatenfragen)

500 Eberhard Müller (Gründungsdirektor)

500 Hermann Schwarz (Geschäftsführer)

500 Jörg Simpfendörfer (Studienleiter von 1950-1961, tätig für die AkfA)

500 Werner Simpfendörfer (Mitarbeiter von 1956-1969)

500 Stöhr, Martin (Kontrahent Eberhard Müllers)

500 Hans Stroh (Studienleiter von 1951-1964)

500 Helmut Thielicke (Ideengeber)

500 Siegfried von Kortzfleisch (Studienleiter von 1955-1960)

500 Walz, Hans Hermann (Studienleiter, Sekretär der Studiengemeinschaft der Evangelischen Akademien)

500 Wurm, Theophil (Mitbegründer)

510 Christliche Presseakademie

510 Evangelische Akademie Arnoldshain (Hessen-Nassau) (Konkurrenzprojekt; Akademiedirektor Martin Stöhr war Kontrahent)

510 Evangelische Aktionsgemeinschaft für Arbeiterfragen (AkfA)

510 Evangelische Landeskirche in Württemberg

510 Ev. Sozialschule Friedewald (Kooperation)

510 Kronberger Kreis

510 Marxismus-Kommission der Studiengemeinschaft der Evangelischen Akademien (Sitz)

510 Die Stimme

510 Wirtschaftsgilde

Publikationen

Eigene Publikationen

692 Aktuelle Gespräche. Nachrichten aus d. Evangelischen Akademie Bad Boll [Zeitschrift/Serie], erschienen 1.1953 - 51.2003.

Archivbestände

Archiv der Evangelischen Akademie Bad Boll

Veröffentlichungen über die Institution

730 Helmut Schelsky, Ist die Dauerreflexion institutionalisierbar? Zum Thema einer modernen Religionssoziologie, in: ZEE 1 (1957), S. 153 – 174.

730 Joachim Matthes, Manipulation als Arbeitsprinzip? Bemerkungen zur Industriearbeit der Evangelischen Akademien, in: Die Mitarbeit 7 (1958), S. 373 – 380.

730 Irmtraut Schmidt, Politische Bewußtseinsbildung in Evangelischen Akademien, Bonn 1969.

730 Friedrich Martiny, Die evangelischen Akademien - Kirche zwischen Anpassung und Parteilichkeit. Ein Beitrag zum Problem des gesellschaftlichen Handelns der Kirche (Europäische Hochschulschriften : Reihe 23, Theologie Bd. 97), Frankfurt am Main, Bern, LasVegas 1975.

730 Hermann Boventer (Hrsg.), Evangelische und katholische Akademien. Gründerzeit und Auftrag heute, Paderborn 1983.

730 Eberhard Müller, Widerstand und Verständigung, Stuttgart 1987.

730 Manfred Fischer; Christoph Bausch (Hrsg.), Fünzig Jahre Evangelische Akademie Bad Boll. Aufbruch zum Dialog: auf dem Weg zu einer Kultur des Gesprächs, Stuttgart 1995.

730 Richard Karl Ziegert, Kirche ohne Bildung. Die Akademiefrage als Paradigma der Bildungsdiskussion im Kirchenprotestantismus des 20. Jahrhunderts (Beiträge zur rationalen Theologie Bd. 8), Frankfurt am Main, New York 1997.

730 Treidel, Rulf: Dokumentation über die statistische Erhebung zu Tagungen, Veranstaltungsteilnehmern und Referenten evangelischer Akademien von 1946-1962, Bd. 2, Garbsen 1999.

730 Rulf Jürgen Treidel, Evangelische Akademien im Nachkriegsdeutschland. Gesellschaftspolitisches Engagement in kirchlicher Öffentlichkeitsverantwortung (Konfession und Gesellschaft), Stuttgart 2001.

730 Traugott Jähnichen, Kirchentage und Akademien. Der Protestantismus auf dem Weg zur Institutionalisierung der Dauerreflexion?, in: Traugott Jähnichen, Norbert Friedrich (Hrsg.), Gesellschaftspolitische Neuorientierungen des Protestantismus in der Nachkriegszeit, Münster 2002, S. 127 – 144.

730 Fritz-Erich Anhelm, Von der Brücke zum Netz. Anmerkungen zur Veränderung von Bildern in der Evangelischen Akademiearbeit, in: Fritz-Erich Anhelm (Hrsg.), Die Deutung der Welt und der Glaube. Vorträge und Aufsätze, Rehburg-Loccum 2005.

730 Fritz-Erich Anhelm, Zur Gründungsgeschichte der Evangelischen Akademien – ein protestantisches Deutschlandkonzept?, in: Gunther Nickel (Hrsg.), Literarische und politische Deutschlandkonzepte 1938 – 1949. Beiträge zu einer Tagung des Deutschen Literaturarchivs Marbach und der Evangelischen Akademie Tutzing in Verbindung mit der Arno-Schmidt-Stiftung und der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft 2005.

730 Hans Bolewski, Die Idee der Akademie. Versuch der Geschichte einer Akademie aus der Sicht eines Beteiligten.

730 Thomas Mittmann, Kirchliche Akademien in der Bundesrepublik (Geschichte der Religion in der Neuzeit 4).

730 Leonore Siegele-Wenschkewitz, Hofprediger der Demokratie. Evangelische Akademien und politische Bildung in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland 108, S. 236 – 252.

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