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4221 Biographie

  • 03.05.1915 geboren in Groß-Lichterfelde (Berlin)
  • 1933 – 1939 Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Slawistik und Philosophie an den Universitäten Berlin, Breslau und Königsberg bei Von Arseniew, Nikolaus
  • 01.05.1937 Eintritt in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), zu dieser Zeit war Scheibert schon Mitglied in der SA
  • 06.1938 – 12.1938 Studienaufenthalt in Helsinki
  • 20.07.1939 Promotion an der Universität Berlin bei Hans Uebersberger mit der Arbeit "Staat und Volk in Finnland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“
  • 11.1939 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt
  • 07.1941 Zuordnung zum Sonderkommando Künsberg beim Unternehmen Barbarossa, eingesetzt in Weißrussland und Wilna
  • 04.1942 Untersturmführer der Bataillon der Waffen-SS z.b.V.
  • 08.1942 Mitglied und Sachbearbeiter Politik im Einsatzkommando Süd B (Wolga)
  • 08.1943 Tätigkeit im Reichssicherheitshauptamt in der Abteilung Wissenschaftlich-methodischer Forschungsdienst und in der Kulturabteilung danach Beteiligung am Sonderauftrag zur Sicherung von Kunstschätzen in Rom und Fasano im Auftrag des RSHA
  • 04.1944 Tätigkeit in der Kulturpolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes

  • 07.1944 Tätigkeit im Königreich Ungarn in der Budapester Gesandtschaft bei Edmund Veesenmayer (vom Deutschen Reich seit März 1944 kontrolliert)
  • 10.1944 Abordnung in das Frontgeschehen nach Kaschau, Verfassen von Propagandaschriften für die ruthenische Bevölkerung Transkarpatiens 
  • 1945 Tätigkeit in der Dienststelle Gesandter Altenburg in Wien und in der Budapester Botschaft in Szombathely
  • 1948 – 1952 Aufenthalt in Uslar (Tätigkeit als Religionslehrer in Uslar, der genaue Zeitraum ist jedoch unbekannt)
  • 1949 – 1950 Tätigkeit bei der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft für das Bibliothekswesen
  • 1951 – 1970 Mitglied der Marxismus-Kommission
  • 1952 – 1955 Tätigkeit an der Universität Köln
  • 1955 Habilitation an der Universität Köln bei Theodor Schieder
  • 1955 – 1959 Privatdozent an der Universität Köln
  • 1959 – 1981 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Marburg als Nachfolger von Georg von Rauch
  • 1961 Erhaltung des Ordinariats
  • 02.1963 – 06.1963 Gastprofessor an der Indiana University Bloomington
  • 1964 Mitherausgeber der Festschrift für Percy Ernst Schramm
  • 1965 Vorstandsmitglied des in Marburg ansässigen Herder-Instituts
  • 1972 – 1973 Gastprofessor an der Columbia University
  • 1975 – 1976 Gastprofessor an der Woodrow Wilson International Center for Scholars
  • 1981 Emeritierung
  • 31.03.1995 gestorben in Berlin


Netzwerk

500 Arseniew, Nikolaus von (akademischer Schüler)

500 Rauch, Georg von (Nachfolger)

500 Schieder, Theodor (Habilitand)

500 Uebersberger, Hans (Promovend)

500 Veesenmayer, Edmund (Angestellter)

510 Auswärtiges Amt (wissenschaftlicher Hilfsarbeiter)

510 Herder-Institut (Vorstandsmitglied)

510 Marxismus-Kommission (Mitglied)

510 Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) (Mitglied)

510 Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft (Tätigkeit)

510 Reichssicherheitshauptamt (Tätigkeit)

510 SA (Mitglied)

510 Universität Berlin (Student)

510 Universität Breslau (Student)

510 Universität Göttingen (Student)

510 Universität Köln (Privatdozent)

510 Universität Königsberg (Student)

510 Universität Marburg (Professor)

Literatur in Auswahl

Eigene Publikationen

692 Scheibert, Peter: Lenin an der Macht. Das russische Volk und die Revolution 1918-1922, Weinheim 1984.

Archivbestände

Veröffentlichungen über die Person


730 Abel, Esther: Peter Scheibert – ein Osteuropahistoriker im „Dritten Reich“, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 60 (2012) H. 1, 78 – 106.

730 Abel, Esther: Kunstraub - Ostforschung - Hochschulkarriere. Der Osteuropahistoriker Peter Scheibert, Paderborn 2016.

730 Grille, Dietrich: Peter Scheibert in der Marxismus-Kommission. Zur kirchlichen Nachkriegswahrnehmung der Sowjetideologie, in: Gieseking, Erik u.a. (Hrsg.): Zum Ideologieproblem in der Geschichte, Lauf an der Pegnitz 2006, 237 – 254.

730 Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender: Art. Scheibert, Peter, in: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1976 12 (1976), 2737.

730 Wulff, Reimer: Der Lebensweg von Peter Scheibert, in: Auerbach, Inge/ Lemberg, Hans (Hrsg.): Peter Scheibert zum Gedächtnis. Nachrufe – Erinnerungen – Würdigungen (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg 80), Marburg 1997, 7 – 11.

Internetressourcen

730 https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Scheibert (zuletzt aufgerufen am 30.08.2019).

100 Name: Peter Scheibert

550 Profession: Historiker, Hochschullehrer

006 GND-Link: http://d-nb.info/gnd/118810383

Eingehende Verknüpfungen






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