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  • Selbert, Martha Elisabeth
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4221 Biographie

  • 22.09.1896 geboren in Kassel, geb. Martha Elisabeth Rohde
  • 1918 Eintritt in die SPD
  • 1919 – 1927 Mitglied des Gemeindeparlaments Niederzwehren bei Kassel
  • 1920 Eheschließung mit Adam Selbert; 10.1920 Delegierte der SPD-Frauenkonferenz und des SPD-Parteitages in Kassel
  • 1924 Delegierte der SPD-Frauenkonferenz in Berlin
  • 1925 – 1926 Vorbereitung auf das Abitur und Reifeprüfung als Externe 
  • 1926 Beginn des Studiums der Rechtswissenschaft (Marburg und Göttingen) als eine der ersten Frauen 
  • 1929 Erstes Juristisches Staatsexamen
  • 1930 Promotion zum Ehe- und Familienrecht ("Ehezerrüttung als Scheidungsgrund") in Göttingen 
  • 1933 Kandidatur bei den Reichstagswahlen für die SPD, der Einzug ins Parlament gelingt nicht
  • 15.12.1934 Zulassung zur Rechtsanwaltschaft; Übernahme der Kanzlei von zwei jüdischen Rechtsanwälten; Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Anwälten, die nach Möglichkeit in Übereinstimmung mit dem Justizsystem versuchen, Menschen vor Verfolgung, Zwangsarbeit, Dienstverpflichtung und Konzentrationslager zu schützen (vgl. LeMO-Biografien)
  • 1945 – 1953 Mitglied des SPD-Bezirksvorstands Hessen-Nord
  • 1946 Mitglied der Verfassungsberatenden Landesversammlung in Hessen; 1946 1955 Mitglied des zentralen Parteivorstandes der SPD1946 – 1952 Stadtverordnete in Kassel
  • 1948 Vertreterin Niedersachsens im Parlamentarischen Rat (als eine von 4 Frauen unter 65 Abgeordneten); Ablehnung ihres Antrages, die Formulierung "Frauen und Männer sind gleichberechtigt" ins Grundgesetz aufzunehmen durch den Hauptausschuss des Parlamentarischen Rates; Selbert wendet sich an die Presse und Öffentlichkeit, aufgrund des öffentlichen Drucks wird der Gleichheitsgrundsatz am 19.01.1949 als unveräußerliches Grundrecht in die Verfassung aufgenommen
  • 1949 knappes Scheitern bei den Wahlen zum Ersten Deutschen Bundestag; weiterhin im Landtag aktiv 
  • 1956 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes
  • 1958 Rückzug aus der Politik
  • 1978 Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille durch den hessischen Ministerpräsidenten
  • 09.06.1986 gestorben in Kassel


Netzwerk

510 Parlamentarischer Rat (Mitglied)

510 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) (Mitglied)

Literatur in Auswahl

Archivbestände

670 Archiv der deutschen Frauenbewegung, Nachlass Elisabeth Selbert, NL-P-11.

Eigene Publikationen

730 Selbert, Elisabeth: Ehezerrüttung als Scheidungsgrund. § 1568 BGB, Kassel 1930. 

Veröffentlichungen über die Person

730 Dertinger, Antje: Ein ermutigendes Frauenleben: Elisabeth Selbert, Wiesbaden 2017.

730 Eichel, Hans/ Stolterfoht, Barbara (Hrsg): Elisabeth Selbert und die Gleichstellung der Frauen. Eine unvollendete Geschichte, Kassel 2015.

730 Gille-Linne, Karin: Verdeckte Strategien: Herta Gotthelf, Elisabeth Selbert und die Frauenarbeit der SPD 1945–1949 (Politik- und Gesellschaftsgeschichte 90), Bonn 2011.

730 Sitter, Carmen: Die Rolle der vier Frauen im Parlamentarischen Rat. Die vergessenen Mütter des Grundgesetzes (Frauenforschung interdisziplinär. Historische Zugänge zu Biographie und Lebenswelt 3), Münster 1995.

730 Vogel, Hans-Jochen: Elisabeth Selbert und das Richterbild unserer Zeit, in: Brandt, Willy/ Gollwitzer, Helmut/ Henschel, Johann Friedrich (Hrsg.): Ein Richter, ein Bürger, ein Christ. Festschrift für Helmut Simon, Baden-Baden 1987, 71 – 80.

Internetressourcen

730 Trösch, Sven/ Haunhorst, Regina: Biografie Elisabeth Selbert, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, http://www.hdg.de/lemo/biografie/elisabeth-selbert.html
(zuletzt aufgerufen am 17.05.2019).

730 Pusch, Luise: Elisabeth Selbert, in: Frauen. Biographieforschung, http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/elisabeth-selbert/ (zuletzt aufgerufen am 17.05.2019).


100 Name: Martha Elisabeth Selbert

550 Profession: Juristin, Politikerin

006 GND-Link: http://d-nb.info/gnd/118977253

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