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Template zum Erstellen einer SVG Planskizze in Inkscape

Für die Erstellung von Friedhofsplänen wurde ein neues Template angelegt. Folgende Verbesserungen sind umgesetzt:

  • komplette Bearbeitung innerhalb von Inkscape ohne Oxygen oder andere XML-Parser
  • Markierung von Gedenksteinen möglich
  • mehr Platz zum Anfassen von Bezugslinie und Nordrichtungsmarkierern
  • saubere Eingabe von Informationen in eine Gui anstelle der Textfelder im SVG
  • Import "alter" Templates möglich

 

Die Anleitung gliedert sich wie folgt:

 


Plugins installieren

Zum installieren der Plugins die Dateien innerhalb des zip-Archivs in den extensions-Ordner der Inkscape Installation kopieren (Administratorrechte erforderlich). Bei mir ist das "C:\Program Files\Inkscape\share\extensions". Nach einem Neustart von Inkscape tauchen im Menü "Erweiterungen" eine Liste "RiR" mit verschiedenen Werkzeugen auf.

Schritt 1 - Template anlegen

Zum Anlegen eines neuen Templates den Befehl "Erweiterungen/RiR/1. Template erstellen" wählen. Eine Datei, die geöffnet werden muss ist nicht notwendig. Das Zeichnen von Friedhofsfläche, Mauern und Wegen erfolgt auf den entsprechenden Layern wie im alten Template.

Schritt 2 - Grabreihe erstellen

Zum Anlegen einer Grabreihe den Befehl "Erweiterungen/RiR/2. Grabreihe erstellen" wählen. Hier kann die Anzahl der Grabstellen eingegeben werden (1 bis 20). Wie bisher können auch weitere (über 20) Grabstellen durch Kopieren der Linien innerhalb der Gruppe angelegt werden. Der Vorgang ist beliebig oft wiederholbar, bis die gewünschte Anzahl von Grabreihen zur Verfügung steht.

Schritt 3 - Grabstellen setzen

Zum setzen der Informationen für die einzelnen Grabstellen in die Gruppe der Grabreihe browsen, eine entsprechende Linie auswählen und das Werkzeug "Erweiterungen/RiR/3. Grabstellen setzen" auswählen. Hier können die Grabstellennummer (als Zahl), ein Nummernzusatz (z.B. "a"), die Grabstellengröße ("doppelt", "einfach", "halb") sowie Informationen zur Einfassung, zum Vorhandensein eines Gedenksteins etc. eingegeben werden. Ist die entsprechende Grabstellennummer schon woanders in der Zeichnung vergeben taucht eine Fehlermeldung auf. Nach erfolgreichem Setzen der Informationen färbt sich die Grabstellenmarkierungslinie rot ein.

Schritt 4 - Zeichnung anlegen

Nachdem alle Grabstellen gezeichnet und mit Informationen versehen sind, kann die endgültige Zeichnung angelegt werden. Hierbei wird ein Maßstab und der Nordpfeil erstellt, sowie die Informationen zur Planart ("exakt" oder "abstrakt") und zum Corpus ("e42" oder "hha") ans Programm übermittelt. Für diesen Schritt müssen die Bezugslinie sowie die Nordrichtungsanzeiger wie im alten Template bearbeitet sein. Nach Aufrufen des Befehls "Erweiterungen/RiR/4. Zeichnung anlegen" können der Corpus, die Länge der Bezugslinie, die Methode der Nordrichtungsermittlung sowie die Namen der Bearbeiter eingegeben werden. Durch Ausführen des Befehls wird ein neuer Layer ("RiR") mit entsprechenden Unterlayern angelegt. Friedhofsfläche, Mauern und Wege werden wie in der Ergebniszeichnung umgesetzt, die Platzhalterlinien für Grabreihe und Grabstelle ausgeblendet. Sollten sich Duplikate (mehrfach vorkommende gleichartige Grabstellennummern) im Template befinden wird eine Fehlermeldung ausgegeben. In diesem Fall das "Duplikate-Werkzeug" benutzen .

Schritt 5 - Grabstellen rendern

Durch den Befehl "Erweiterungen/RiR/5. Grabstellen rendern" erscheinen jetzt auch die entsprechenden Grabstellen und Einfassungen in der Art, wie sie auch in der Ergebniszeichnung zu sehen sind. Die Art der Grabstellen richtet sich nach dem im vorangegangenen Schritt ausgewählten Zeichnungsart ("exakt" oder "abstrakt"). Jede Grabreihe ist weiterhin in einer Gruppe zusammengeschlossen. Diese Grabstellen (und Einfassungen) können noch nachbearbeitet werden, siehe dazu skalieren und gleich verteilen.

Schritt 6 - Legende erstellen

Ist die Zeichnung vollständig angelegt und entsprechend nachbearbeitet, wird noch die Legende angelegt. Diese Legende wird in Abhängigkeit zur Planart ("exakt" oder "abstrakt") gezeichnet und rechts vom roten Rand eingefügt. Zum Erstellen der Legende den Befehl "Erweiterungen/RiR/6. Legende erstellen" wählen. Falls die Grabstellen eine falsche Größe in der Zeichnung haben und noch mit dem "Skalieren-Werkzeug" angepasst werden müssen, sollte dieser Schritt stets vor Erstellung der Legende erfolgen.

Schritt 7 - Zeichnung exportieren

Nachdem die Zeichnung im Schritt 6 vollständig angelegt wurde, erfolgt der Export als RiR-konformes SVG. Zunächst wird der rechte Rand des roten Rahmens soweit verschoben, dass die Legende vollständig innerhalb dieses Rahmens liegt (wird sonst nicht mitexportiert). Danach werden alle Zeichnungselemente (auch Maßstab, Nordpfeil, Legende und Grabstellen) ausgewählt und der Befehl "Objekt/Gruppierung aufheben" ausgeführt, um alle Gruppen innerhalb der Zeichnung aufzulösen (dieser Schritt ist sehr wichtig, da sonst im Ergebnis alle Grabstellen an der falschen Stelle liegen und der Nordpfeil genau nach oben zeigt). Nun ist die Zeichnung fertig und kann gespeichert werden. Dazu im Menü "Datei/speichern unter" das Dateiformat RiR-SVG wählen (Speichert RiR-konformes SVG-Format). Soll das Template später weiterbearbeitet werden, muss die Option "Inkscape-SVG" gewählt werden. Da die Erstellung der Ergebniszeichnung (bis Schritt 3 bzw. ab Schritt 4) redundant ist, kann durch Löschen des gesamten Layers "RiR" das Template bis zum Ende von Schritt 3 zurückgesetzt werden und z.B. eine weitere Planart ("abstrakt" statt "exakt" oder umgekehrt) mit wenigen Klicks ausgeführt werden. Es lohnt sich also das Template für die spätere Bearbeitung immer auch als Inkscape-SVG zu speichern.

 


Neben den 6 vorgestellten Arbeitsschritten gibt es noch eine Reihe weiterer Werkzeuge, die den Bearbeitern als Hilfe dienen bzw. eine Nachbearbeitung ermöglichen. Von diesen dienen zwei ("anzeigen, zurücksetzen" und "Duplikate") für die Bearbeitung im nicht gerenderten Template und zwei weitere ("gleich verteilen" und "Grabstellen skalieren") für die Nachbearbeitung der gerenderten Zeichnung:

weitere - anzeigen, zurücksetzen

Das Werkzeug "Erweiterungen/RiR/weitere: anzeigen, zurücksetzen" dient zum Anzeigen oder Zurücksetzen (werden dann wieder blau und von Informationen befreit) von Grabstelleninformationen in der noch nicht gerenderten Zeichnung.

weitere - Duplikate

Mitunter können durch Verwendung alter Templates oder durch das versehentliche Kopieren von Grabreihen Duplikate (mehrfach vorkommende gleiche Grabstellennummern) entstehen, die bei Schritt 4 zu einer Fehlermeldung führen. Das Werkszeug "Erweiterungen/RiR/weitere: Duplikate" listet die Duplikate in einer Messagebox auf oder erlaubt wahlweise das Zurücksetzen von Grabstellenmarkierern mit doppelten Grabstellennummern, um Duplikate zu bereinigen. Dieser Befehl wird im Template, nicht in der gerenderten Zeichnung angewendet.

weitere - gleich verteilen

Insbesondere im abstrakten Plan sieht es besser aus, wenn die Abstände zwischen den Grabstellen genau gleich verteilt sind. Anders als im alten Template, bei dem nur eine ganze Grabreihe pauschal gleich verteilt werden konnte, lassen sich nun beliebig ausgewählte Grabstellen innerhalb einer Reihe gleich verteilen. Dazu wird in der gerenderten Zeichnung in die Gruppe einer entsprechenden Grabreihe gebrowsed und die zu verteilenden Grabstellen ausgewählt (nicht Einfassungen!). Nach Ausführen des Befehls "Erweiterungen/RiR/weitere: gleich verteilen" werden alle Grabstellen zwischen der ganz linken und ganz rechten ausgewählten Grabstelle genau gleich verteilt. Im exakten Plan passen sich die entsprechenden Einfassungen automatisch an.

weitere - Grabstellen skalieren

Nach dem Ausführen von Schritt 5 erscheinen die Grabstellen mitunter zu groß oder zu klein. Hierbei hilft der Befehl "Erweiterungen/RiR/weitere: Grabstellen skalieren". Mit einem Faktor wird die Größe von Grabstellen und Einfassungen im Nachhinein angepasst. Dabei bedeutet:

Faktor=1 - keine Änderung
Faktor=0.5 - halbe Größe
Faktor=1.5 - ein-einhalb-fache Größe usw.

Der eingegebene Faktor wird in der Zeichnung gespeichert und in Schritt 6 auch auf die Legende angewendet. Deshalb das Skalieren immer vor dem Erstellen der Legende ausführen. Außerdem dient die Speicherung des Faktors auch für die Umwandlung der Planart von "exakt" zu "abstrakt" oder umgekehrt. Auch hier wird die Skalierung ohne weitere Befehle auf den neuen Plan übertragen. Sollten die Grabstellen nach dem Rendern in Schritt 5 viel zu groß oder viel zu klein sein, so dass ein Faktor von weniger als 0.5 bzw. mehr als 2.0 angewendet werden muss, stimmt vielleicht etwas mit der Referenzlänge nicht. In diesem Fall den RiR-Layer komplett löschen und im Template den Maßstab bzw. die eingegebene Bezugslänge nocheinmal überprüfen, ggf. ändern und den Vorgang ab Schritt 4 wiederholen.

 


Ein paar Tips für die Nutzung "alter", bereits vorhandener Templates:

Altes Template nutzen

Auch alte Templates können nutzbar gemacht werden. Dazu unter "Datei/Öffnen" den Dateityp "RiR altes Template" wählen und die Datei öffnen. Damit sind alle Arbeitsschritte bis inklusive Schritt 3 erledigt. Es empfiehlt sich vor Ausführen von Schritt 4, das "Duplikate-Werkzeug" zu benutzen.

Tips für die Weiterverarbeitung alter Templates

Oft sind die Zeichnungen in den "alten Templates" nicht richtig ins Format gesetzt. D.h. der Abstand der Friedhofsmauer zum roten Rand der Zeichnungsfläche ist sehr groß und im Ergebnis erhält man viel weiße Fläche und einen vergleichsweise kleinen Plan. Im Idealfall sollte vor allem am linken und oberen Rand die Zeichnung direkt an den roten Rand der Zeichnungsfläche stoßen (beim Rendern wird hier automatisch ein kleiner weißer Rand belassen). Die Zeichnung sollte immer so skaliert sein, dass nur entweder die Breite oder die Höhe der roten Flächenmarkierung angepasst werden muss. In einem alten Template kann man zur Korrektur die gesamte Zeichnung (inklusive Fläche, Mauer, Wege und Gruppen mit Grabstellen vor allem aber der Bezugslinie nicht jedoch den roten Rand der Zeichenfläche) verschieben und eventuell auch skalieren (beim Skalieren die Strg-Taste gedrückt halten, um proportional zu skalieren). Sollte im Ergebnis die Größe der Grabstellen innerhalb der Legende deutlich von den Grabstellen im Plan abweichen, kann man einen Trick anwenden, zu dem ihr mich bitte kontaktiert.

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