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  • Bundesvertriebenenministerium

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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Das Bundesvertriebenenministerium war für alle Fragen der Vertriebenen und Flüchtlinge zuständig. Es hatte insgesamt eine geringe Machtfülle und einen unklaren Zuständigkeitsbereich; die Belange der Vertriebenen mussten notwendigerweise auch in andere Zuständigkeitsbereich hineinreichen (z.B. Sozial- und Arbeitsministerium, Wirtschaftsministerium, Finanzministerium, Gesamtdeutsches Ministerium ertc.). Gesetze, die durch das Vertriebenenministerium federführend bearbeitet wurden, waren das Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz 1954, Häftlingsgesetz 1955, Flüchtlingshilfegesetz 1965 und das Bundesvertriebenengesetz (1953, + 22 Novellen). Daneben ist eine umfangreiche Kulturförderung und Publikationstätigkeit zu verzeichnen.

4208 Geschichtliche Stationen und Daten

  • ab 1945 Gründung verschiedener Einrichtungen für die Vertriebenen auf lokaler und regionaler Ebene (z.B. Hessen: Staatskommissar für Flüchtlinge)
  • 1947 einheitliches Flüchtlingsgesetz der amerikanischen Besatungszone, kontinuierliche Institutionalisierung der Flüchtlingsarbeit, zunächst auf zonaler Ebene
  • 1948 Flüchtlingsausschuss der amerikanischen Zone
  • 1949: Genehmigung einer Zentralstelle; Aufgaben: Koordinierung, verbindliche Definition sowie Familienzusammenführung
  • Kontroversen um Notwendigkeit eines Vertriebenenministeriums, Adenauer tritt aber für die Bildung eines Ministeriums ein
  • 1949 Einrichtung des Bundesvertriebenenministeriums
  • 1953 Federführende Erarbeitung des Bundesvertriebenengesetzes
  • 1954 Einrichtung einer Beirates für Vertriebenenfragen, Umbennenung in "Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte"
  • 1969 Auflösung des Ministeriums unter Willy Brandt; das Vertriebenenressort wird als Unterabteilung des Innenministeriums weitergeführt.

Netzwerk

510 Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (Austauschbeziehungen)

510 Kirchenkanzlei der EKD (Austauschbeziehungen)

510 Ostkirchenausschuss (Kirchlicher Hilfsausschuss für die Ostvertriebenen) (Austauschbeziehungen)

510 Konvent der zerstreuten evangelischen Ostkirchen (Austauschbeziehungen, finanzielle Unterstützung des Konvents)

510 Der Remter. Zeitschrift für Kultur und Politik in Osteuropa (Finanzielle Unterstützung)

510 Evangelisches Hilfswerk (Austauschbeziehungen, finanzielle Unterstützung)

510 Bund der Vertriebenen (Austauschbeziehungen)

500 Lukaschek, Hans (Bundesvertriebenenminister 1949-1953)

500 Oberländer, Theodor (Bundesvertriebenenminister 1953-1960)

500 Hassel, Kai-Uwe von (Bundesvertriebenenminister 1966-1969)

500 Nahm, Paul Peter (Staatssekretär)

500 Schreiber, Ottomar (Staatssekretär)

500 Hamm, Franz (Ministerialrat)

500 Spiegel-Schmidt, Friedrich (Beirat)

500 Collmer, Paul (Beirat)

500 Gülzow, Gerhard (Beirat)

500 Gundert, Wilhelm (Beirat)

500 Merten, Hans (Mitarbeiter)

Publikationen

Eigene Publikationen

692 Lemberg, Eugen/Edding, Friedrich (Hgg.): Die Vertriebenen in Westdeutschland, 3 Bd., Kiel 1959.

Archivbestände

670 Bundesarchiv Koblenz, Bestand Bundesvertriebenenministerium B 150.

Veröffentlichungen über die Institution

730 Beer, Matthias: Symbolische Politik? Entstehung, Aufgaben und Funktion des Bundesministeriums für Vertriebene, in: Oltmer, Jochen (Hg.): Migration steuern und verwalten, Göttingen 2003, S. 295-322.

730 Wieland, Lothar: Das Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Frankfurt (Main) 1968.



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Excerpt

100 Name: Bundesministerium für Angelegenheiten der Vertriebenen; ab 1. Februar 1954: Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

410 Abkürzung: BMVt

130 Einrichtungstyp: Bundesministerium

0100 GBV-Link: http://d-nb.info/gnd/16283248-5



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