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  • Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung (EZI)
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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Das Evangelische Zentralinstitut für Familienberatung (EZI) ist das Aus- und Fortbildungsinstitut und das zentrale wissenschaftliche Fachzentrum für Ehe-, Familien- und Lebensberater in den verschiedenen Stellen der evangelischen Kirche in Deutschland. Hauptaufgabe des Instituts ist die psychologische Berater- und Beraterinnenausbildung, zudem gehören Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Diakonie und Kirche im Bereich der Beratung und Seelsorge zu seinen Tätigkeiten. Das EZI kooperiert mit der Evangelischen Konferenz für Familien- und Lebensberatung e. V. (EKFuL) und führt für den Verband die Aus- und Weiterbildung durch. 

4208 Geschichtliche Stationen und Daten

  • Seit 1950 existiert eine Beratungshauptstelle für die Evangelische Kirche im Rheinland, als deren Gründer und Leiter Guido Groeger fungiert. In kurzer Zeit entstehen zahlreiche Beratungsstellen in der BRD, der Bedarf nach Ausbildung und Professionalisierung nimmt zu. 
  • 17.03.1959 Gründung der Evangelischen Konferenz für Familien- und Lebensberatung (EKFuL)
  • 1959 Konstitution eines Ausbildungsausschusses der KeFuL (der späteren EKFuL) mit den Mitgliedern GroegerScharfenbergEhrbeck, Fischer, Sommer
  • 1963 Erweiterung des Ausbildungsausschusses um die Mitglieder LehmannLüdersWeißenfels und Wrage
  • 1960 Erster Modellkurs für Eheberatung (Vorinstitutskurs) in Düsseldorf (zweimal acht Wochen)
  • 1961 Zweiter Modellkurs für Eheberatung (Vorinstitutskurs) in Celle
  • 1962 Dritter Modellkurs für Eheberatung (Vorinstitutskurs) in Rummelsberg
  • Anfang der 1960er-Jahre Diskussion um den Standort, zunächst Überlegungen zum Standort Stuttgart, sodann Entscheidung für den Standort Westberlin auf Anraten von Bischof Kurt Scharf
  • 28.05.1964 Einweihung des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung gGmbH in der Matterhornstraße 82–84 in Westberlin. 
  • 1965 nimmt das Institut die Arbeit voll auf
  • 1965 – 1975 bilden sich als Schwerpunkte der Institutsarbeit die Ausbildung von Ehe- und Lebensberatung sowie die Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in seelsorgerlicher Praxis heraus. 
  • 1968 – 1980 ist Guido Groeger Direktor des EZI 
  • 1970 – 1982 Angebot von Kursen zur Seelsorge für Pfarrerinnen und Pfarrer
  • 1971 – 1977 jährlich, zum Teil halbjährlich finden theologisch-anthropologische Konsultationen im EZI statt, um die ethische, philosophische und theologische Verortung des Instituts zu klären
  • Seit 1977 Angebot von Fortbildungskursen in Paarberatung
  • Seit 1978 Einrichtung und Ausbau der zunächst selten stattfindenden Ausbildungen in Schwangerschaftskonfliktberatung unter Federführung von Martin Koschorke
  • 1980 Übernahme der Institutsleitung durch Friedrich-Wilhelm Lindemann; in der Folge konzeptionelle und institutionelle Konsolidierungen
  • Seit 1981 Einrichtung von jährlichen, einwöchigen Fortbildungen zur Sexualberatung im Rahmen der Eheberatung
  • Seit 1983 regelmäßige jährliche Ausbildungen im Bereich der Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Seit 1984 regelmäßige jährliche Vertiefungskurse im Bereich der Schwangerschaftskonfliktberatung
  • 1990 Entwicklung neuer Curricula in Erziehungsberatung und Supervision, neuer Fortbildungslehrgänge zur psychosozialen Beratung im Bereich der Pränataldiagnostik, zur Psychotraumatologie und zur "Seelsorge in 20 Minuten), Ausarbeitung von Fortbildungen zu Spezialthemen
  • 01.01.1991 Vollständige Übernahme der Ausbildungsaufgaben der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Ehe- und Familienberatung (AG Ehe) durch das EZI und in der Folge Fusion der evangelischen Beratungsverbände in der ehemaligen DDR und der BRD
  • 1993 Etablierung eines vierteiligen Curriculums für Erziehungsberatung entsprechend den Anforderungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes vom 01.01.1990. 
  • 1998 Ausbau des Curriculums für Erziehungsberatung zur Fünfteiligkeit auf der Basis von psychoanalytischen Entwicklungs- und Konflikttheorien sowie einer familiensystemischen Mehrgenerationenperspektive. Dieser Ansatz stellt für viele Jahre ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschlandweiten Fort- und Weiterbildungspraxis für Erziehungsberatung dar.
  • 2004 Etablierung der Weiterbildung in Integrierter Familienorientierter Beratung (IFB) unter Fusion von Curricula der Erziehungs- sowie der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) sowie Integration von Grundkompetenzen der Schwangerschaftskonfliktberatung in die dreijährige IFB-Ausbildung als Grundausbildung für Beraterinnen und Berater.

Netzwerk

500 Brauner, Klaus (Mitarbeiter)

500 Caemmerer, Dora von (Mitarbeiterin 1967 – 1971) 

500 Groeger, Guido (Direktor)

500 Halberstadt, Helmut (Mitarbeiter)

500 Hilbig, Christian (Mitarbeiter 1975 – 1985)

500 Keil, Siegfried (Mitarbeiter)

500 Langus-Mewes, Ingeborg (Mitarbeiterin 1973 – 1996)

500 Lindemann, Friedrich-Wilhelm (Direktor)

500 Lüders, Wolfram (Unterstützer, Mit-Initiator, Kooperation)

500 Neumann, Anne (Mitarbeiterin 1971 – 1983)

500 Sandberger, Jochen (Mitarbeiter ab 1971)

500 Scharfenberg, Joachim (Dozent, Mit-Initiator, Kooperation)

500 Schober, Theodor (Ausschussmitglied)

500 Sommer, Bertha (Mitarbeiterin und Leiterin)

500 Wrage, Karl Horst (Unterstützer, Kooperation)

510 Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (Unterstützung, Finanzierung, Kooperation)

510 Evangelische Konferenz für Familien- und Lebensberatung (Dachverband)

510 Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Ehe- und Familienberatung (AG Ehe) (Kooperation)

Publikationen

Eigene Publikationen

692 Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung (Hrsg.): Psychologische Beratung in der Kirche. Das Weiterbildungsmodell in Ehe- und Lebensberatung des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung in Berlin (EZI), in: Wege zum Menschen 42 (1990), 2 – 40. 

692 Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung (Hrsg.): EZI-Korrespondenz, Berlin 1983ff.

692 Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung (Hrsg.): Untersuchungen und Stellungnahmen aus dem Evangelischen Zentralinstitut für Familienberatung, Berlin 1969ff.

692  Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung (Hrsg.): Übersicht über die Tätigkeit des Evangelischen Zentralinstitutes für Familienberatung (Tätigkeitsbericht), Berlin 1966–1989.

Archivbestände

670 Evangelisches Zentralarchiv in Berlin

670 Archiv der Evangelischen Konferenz für Familien- und Lebensberatung (EKFuL) in Berlin

670 Archiv und Bibliothek des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung in Berlin

670 Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf

670 Archiv des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung in Berlin

Veröffentlichungen über die Institution

730 Koschorke, Martin: Stationen, Namen, neue Wege. Über die Anfänge des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung vor 40 Jahren, in: EZI-Korrespondenz 21 (2005), 3 – 9.

730 Halberstadt, Helmut: Psychologische Beratungsarbeit in der evangelischen Kirche. Geschichte und Perspektiven, Stuttgart 1983, 69 – 79.

730 Blauert, Edda: Der Weg von Schülern zu Partnern, in: EZI-Korrespondenz 8 (1989), 55 – 57. 

730 Groeger, Guido: "Für die Aufgabe günstig gelegen...". Zur Gründungsgeschichte des Instituts, in: EZI-Korrespondenz 8 (1989), 6 – 10. 

730 Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung (EZI) (Hrsg.): Themenheft Liebe. Macht. Leidenschaft. Blind & Sehend. Fachtagung zum 50-jährigen Jubiläum des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung, EZI-Korrespondenz 27 (2014). 




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