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In Kürze

Dieses living handbook zur digitalen Quellenkritik wird sukzessive aufgebaut. Das Fundament werden wir im Zuge von drei Veranstaltungen im Rahmen der vDHd2021 legen.

Abstract der vDHd Veranstaltungsserie

Insbesondere in den historisch forschenden Fachdisziplinen spielen Quellen eine zentrale Rolle. Quellen können allerdings subjektiv, fehlerhaft, verfälscht oder auch nur in Teilen erhalten sein. Die wesentliche Funktion der Methode der Quellenkritik besteht darin, Quellen auf eine konkrete historische Fragestellung hin zu analysieren, ihre Aussagekraft zu beurteilen und für die Forschung nutzbar zu machen. Mit der Digitalisierung eröffnen sich für die historisch forschenden Wissenschaften neue Möglichkeiten und Herausforderungen. Da es keine eindeutige Abbildung “analoger” zu “digitalen” Quellen gibt, das Digitale eine andere ontologische Struktur aufweist, sowie die Analysemöglichkeiten geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten im Digitalen stark erweitert und formalisierbarer sind, müssen letztendlich auch die Geschichtswissenschaften und mit ihnen die Methode der Quellenkritik überarbeitet bzw. weiterentwickelt werden, wobei die digitale Transformation und Repräsentation von Quellen mit den damit einhergehenden Grenzen und Möglichkeiten adäquat berücksichtigt werden müssen. In jüngster Zeit wurden schon einige gewinnbringende Ansätze zu einer digitalen Quellenkritik geliefert, doch die Thematik ist noch längst nicht erschöpfend thematisiert worden und es bedarf neben weiteren theoretischen und praktischen Betrachtungsweisen auch einer zu verstetigenden (inter-)disziplinären Diskussion, nicht nur um die verstreuten Ansätze zu bündeln, sondern auch, um auf die sich stetig wandelnden Technologien reagieren zu können. Hieran schließt die eingereichte dreiteiligte Workshopserie (erster Termin in der ersten vDHd-Konferenzwoche im März ‘21, zweiter Termin in der Phase der Zwischenevents, dritter Termin in der zweiten vDHd-Konferenzwoche im September ‘21) zu Erarbeitung eines living handbooks (Digitale Quellenkritik Home) als Handreichung zur Theorie und Praxis digitaler Quellenkritik an. Das Sekundärziel ist die Etablierung einer verstetigenden Struktur, z. B. in Form einer Arbeitsgruppe oder eines Arbeitskreises. Die Workshops sind in erster Linie praktisch orientiert und umfassen neben Book-Sprints und Diskussionsrunden aber auch eine Podiumsdiskussion mit Expert:innen zum aktuellen Stand der digitalen Quellenkritik. Das zweite Workshopevent hat das Format eines virtuellen BarCamps und konzentriert sich auf theoretische Aspekte des Themenkomplexes digitale Quellenkritik. Die Workshopserie richtet sich an alle, die sich für digitale Quellenkritik interessieren, unabhängig von institutionellen Affiliationen und Vorwissen. Interessierte können an beliebigen und beliebig vielen der drei Veranstaltungen teilnehmen. Die Dokumentation der Diskussionen und ihrer Ergebnisse erfolgt über Etherpads. Sie und auch das living handbook selbst werden nach der Veranstaltung Open Access publiziert.

Rahmendaten der Events

  1. Workshop I und Podiumsdiskussion: 23.03.2021, 13–16 Uhr
  2. Virtuelles Barcamp zu den theoretischen Aspekten einer digitalen Quellenkritik: 13.08.2021, 9:00-12:30 Uhr
  3. Workshop II Booksprint: 17.09.2021, 09–12 Uhr


Event I und Podiumsdiskussion (23.03.2021, 13–16 Uhr)

Der Workshop wird als Zoom-Web-Konferenz durchgeführt und die Zugangsdaten werden wir Ihnen vorab per Mail zusenden. Während des Workshops werden wir neben Zoom noch Etherpads sowie Jamboards nutzen.


Die Einwahldaten für den Workshop lauten:

https://adwmainz.zoom.us/j/92530901378

Meeting-ID: 925 3090 1378


Für die Podiumsdiskussion ab 15.00 Uhr verwenden Sie bitte folgende Einwahldaten:

https://zoom.us/j/97577186006

Meeting-ID: 975 7718 6006
Kenncode: 686215


Zeit

Inhalt

13:00-13:30 Uhr

Welcome und virtuelle Coffee-Runde

13:30-13.45 Uhr

Begrüßung & thematischer Einstieg

13:45-14:25 Uhr

Mock your own source

Arbeitsphase in Break-out-Räumen

14:25-14:45 Uhr

Diskussionsrunde der Break-Out-Sessions

14:45-15:00 Uhr

Pause

15:00-16:00 Uhr

Podiumsdiskussion

16:00-16:10 Uhr

Abschlussdiskussion

Als Vorbereitung für die Podiumsdiskussion haben uns einige Teilnehmer*innen kurze Statements zukommen lassen:

Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl, Universität Trier

Prof. Dr. Andrea Rapp, TU Darmstadt

Prof. Dr. Stephan Schwingeler, HAWK Hildesheim

Anmeldung

Die Anmeldung für den Workshop I am 23.03.2021, 13-16 Uhr finden Sie unter: https://www.eventbrite.com/e/digitale-quellenkritik-tickets-138771341819


Event II: Virtuelles BarCamp zu den theoretischen Aspekten einer digitalen Quellenkritik (13.08.2021, 9:00–12:30 Uhr)

Abstract

Am 23.03.2021 fand die erste Veranstaltung der vDHd2021-Workshopreihe "Digitale Quellenkritik: Ein neues Kapitel" statt. Zahlreiche interessierte Teilnehmer*innen beschäftigten sich mit einer ersten Bestandsaufnahme des status quo und dem quo vadis digitaler Quellenkritik. Im Rahmen dieser Auftaktveranstaltung lieferte eine Podiumsdiskussion ein breites Panorama an noch unbeantworteten Fragen und wertvollen Gedankenimpulsen zu aktuellen Forschungsperspektiven einer digitalen Quellenkritik. Konsens war, dass es eine Notwendigkeit für eine Überarbeitung bzw. Erweiterung der traditionellen Quellenkritik im Hinblick auf das Digitale gibt, da sich viele neue Aspekte digitaler und digitalisierter Quellen ergeben haben, die noch nicht hinreichend berücksichtigt werden. Dies betrifft vor allem die Erschließung digitaler Quellen, weil hier Fragen nach Datenformat und -struktur oder auch nach der Integrität der Daten relevant werden. Auch die Befragung der Provenienz wird erweitert: Neben der Herkunft der Originalquelle muss auch die Herkunft der digitalen Repräsentation überprüft werden. Die Vielschichtigkeit dieses “neuen Kapitels” erstreckt sich darüber hinaus auf Überlegungen zur Rolle des/der Historiker*in, der Curriculumsgestaltung oder etwa zur Restrukturierung des Aufgabenspektrums von Gedächtniseinrichtungen.

Der zweite Teil der virtuellen Workshopreihe nimmt dezidiert die theoretischen Aspekte dieses Diskurses in den Fokus. Mit ihrer Digitalisierung erleben historische Quellen eine Transformation bzw. Rekonstruktion, die sich an den Mitteln und Logiken digitaler Repräsentationstechniken orientiert. Der ontologische Status eines digitalen Objekts ist anders als bei analogen Objekten. Die berechenbare Seite der Welt ist nicht die Welt, sondern die berechenbare Seite der Welt und faktisch findet durch Digitalisierungsprozesse eine Modellierung statt. Hinzu kommt neben der Ebene der Daten die Algorithmizität digitaler Objekte (z. B. durch Komprimierungsverfahren), die allzu leicht im Hintergrund und damit aus der Wahrnehmung der Nutzenden verschwindet. Die Möglichkeit der beliebigen Reproduktion digitaler Objekte lässt diese ihre Aura verlieren, was unmittelbar eine Auswirkung auf den Forschungsprozess hat. Auch die Rolle der Historiker*innen ist neu zu denken, denn mit Digitalisierungstechniken werden Historiker*innen zu Schöpfern von Quellen, und ihr eigener Horizont fließt noch stärker in die Quellen ein. Hinzu kommt, dass durch die bessere Zugänglichkeit und räumliche sowie zeitliche Unabhängigkeit der Quellen im Internet und Datenbanken neue Techniken und Methoden der Selektion notwendig werden. Auch diese Fragen müssen für ein neues Kapitel der (dann digitalen) Quellenkritik thematisiert werden.

Der Workshop findet am 13.08. von 9:00 bis 12:30 Uhr statt und hat die Struktur eines virtuellen BarCamps. Organisiert wird er von der Kooperation der DHd AG Digital Humanities Theorie mit der Initiative zur digitale Quellenkritik. Ziel ist es, ein Panorama an theoretischen Aspekten zur digitalen Quellenkritik zusammenzustellen und skizzenhaft die Struktur für das living handbook zur digitalen Quellenkritik (Digitale Quellenkritik Home) zu entwerfen. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 30 limitiert. Eingeladen sind alle, die sich für die Thematik interessieren. Eine Teilnahme an der ersten (oder auch der letzten) Veranstaltung der Reihe ist nicht notwendig.


Die Veranstaltung wird auch im Podcast RaDiHum20 vorgestellt: https://radihum20.de/digitale-quellenkritik/

Anmeldung

Aufgrund von technischen Problemen mit der Anmeldeseite bitten wir Die, Ihre Anmeldung für das Barcamp am 13.08.2021, 9:00-12:30 Uhr an esciences@uni-trier.de zu richten.


Event III: Workshop (17.09.2021, 09–12 Uhr)

Abstract: Der dritte und letzte Teil der vDHd 2021 Workshopserie “Digitale Quellenkritik: Ein neues Kapitel” am 17. September 2021 von 9–12 Uhr statt. In diesem Teil liegt der Schwerpunkt auf einer ersten Inhaltsproduktion für das living handbook. Die Aspekte aus den ersten beiden Teilen der Workshopserie werden zusammengetragen, eine erste Gliederung vorgestellt und diskutiert, um anschließend den Schreib- und Publikationsprozess zu planen, Arbeitsaufträge zu entwickeln und Schreibteams zu bilden. Zum Ende hin soll die Frage nach Verstetigungsstrukturen diskutiert und das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

09:00 Uhr: Einführung
09:40 Uhr: Arbeit in Break-Out-Rooms
10:25 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse im Plenum
11:00 Uhr: abschließende Plenumsdiskussion
11:45 Uhr: Abschluss

Zur Anmeldung: https://www.eventbrite.de/e/book-sprint-zum-living-handbook-digitale-quellenkritik-registrierung-167618287811

Zoom-Link:

Join Zoom Meeting

https://h-da-de.zoom.us/j/92337626554

Meeting ID: 923 3762 6554

Passcode: 343831

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