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  • Universität Erlangen
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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Die Universität war in ihrer Gründungsphase vornehmlich von der Aufklärung geprägt wie ihre Vorbilder, die Universitäten Halle und Göttingen. Seit den 1830er Jahren begann eine neue Konfessionalisierung in Gestalt der Erlanger Theologie, die zusätzlich zum Rückbezug auf Schrift und Bekenntnis Elemente der Erweckungsbewegung und Schleiermachers aufnahm. Zwischen den 1880er und 1920er Jahren überwog in den Nachfolgegenerationen der Erlanger Theologie ein apologetischer Konservatismus.

4208 Geschichtliche Stationen und Daten mit Schwerpunkt auf der theologischen Fakultät

  • 1701 Einweihung einer Ritterakademie in Erlangen
  • 21.02.1743 kaiserliches Privileg für die Gründung einer Akademie in Bayreuth, gegründet von dem Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth
  • 1743 Verlegung der Akademie nach Erlangen aufgrund von Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Offizieren, Vereinigung der Ritterakademie mit der ehemaligen Bayreuther Akademie zur Friedrichs-Universität
  • 04.11.1743 Einweihung der Friedrichs-Universität; Verpflichtung des Lehrkörpers der theologischen Fakultät auf die lutherischen Bekenntnisschriften (die ersten Ordinarien kamen aus der Universität Jena)
  • 1769 Aufwertung der Universität zur Landesuniversität für Ansbach-Bayreuth durch den Markgrafen Alexander von Ansbach, seitdem: Friederico-Alexandrina-Universität
  • 1769 Imanuel Kant lehnt einen Ruf nach Erlangen ab
  • 1770 – 1807 Mit der Lehrtätigkeit Georg Friedrich Seilers etabliert sich in Nürnberg die Aufklärungstheologie im Sinne der Neologie in Erlangen
  • 1791 Rücktritt Alexanders von Ansbach, dadurch: Übergang seiner Ländereien auf die Kurlinie Preußens und preußische Aufsicht über die Universität Erlangen
  • 1804 – 1813 Mit der (zweiten) Lehrtätigkeit Christoph Friedrich Ammons etabliert sich der Rationalismus in Erlangen
  • 1806 Ende der preußischen Herrschaft aufgrund der Niederlage gegen Napoleon
  • 1805 Johann Gottlieb Fichte lehrt in Erlangen
  • 1810 Das Fürstentum Bayreuth fällt an Bayern
  • 25.11.1810 Per königlichem Erlass wird bestimmt, dass Erlangen als einzige protestantische Landesuniversität in Bayern bestehen bleibt
  • 1809 Die Bibliothek der Altdorfer Hochschule fällt an Erlangen
  • 1820-1827 Wirken von Friedrich Wilhelm Schelling in Erlangen und Aufschwung der Universität zu einem denkerischen Zentrum Süddeutschlands (sichtbar u.a. an Wortschöpfungen wie "Erlanger Theologie" oder "Erlanger Programm" in der Mathematik)
  • 1833 Berufungen von Adolf Harleß und Johann Wilhelm Friedrich Höfling, in der Folgezeit: Rückwendung zur lutherischen Bekenntnisbindung, beeinflusst durch die Erweckungsbewegung
  • 1845 Gescheiterte Forderung der unierten Kirche der damals bayerischen Pfalz, einen Lehrstuhl für unierte Theologie einzurichten
  • 1847 Einrichtung einer "ordentlichen Professur extra facultatem reformierten Bekenntnisses" als Kompromiss
  • 1923-1954 Werner Elert Lehrstuhlinhaber
  • 1925-1956 Paul Althaus Lehrstuhlinhaber; mit den Berufungen Althaus' und Elerts beginnt ein erneuter Aufschwung der theologischen Fakultät
  • 1928 Trennung der Naturwissenschaftlichen von der Philosophischen Fakultät
  • 25.09.1933 Theologisches Gutachten über die Zulassung von Christen jüdischer Herkunft zu den Ämtern der deutschen Evangelischen Kirche (verfasst von Althaus und Elert)
  • 1945 Erlangen und die Universität überstehen den Zweiten Weltkrieg intakt
  • 1961 Eingliederung der Nürnberger Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaft (seitdem: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
  • 1966 Beginn des Lehrbetriebs der Technischen Fakultät
  • 01.01.1970 Eingliederung des Lehrstuhls für reformierte Theologie
  • 1972 Eingliederung der Pädagogischen Hochschule Nürnberg als Erziehungswissenschaftliche Fakultät

Netzwerk

Hochschullehrer/innen

500 Künneth, Walter (Honorarprofessur, später, ab 1953, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie als Nachfolger von Werner Elert)

500 Althaus, Paul (Lehrstuhlinhaber 1925-1947, erneute Dienstaufnahme nach Amtsenthebung 1948)

500 Elert, Werner

500 Brunstäd, Friedrich (Inhaber eines Lehrstuhls für Philosophie 1917-1925)

500 Seeberg, Reinhold (Inhaber des Lehrstuhls für Theologische Enzyklopädie, Neutestamentliche Zeitgeschichte und Patristik, später für Systematische Theologie 1890-1898)

500 Trillhaas, Wolfgang (Studium und Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Theologie 1945-1946) 

Student/innen

500 Meinzolt, Hans (Studium, Jura)

500 Hildmann, Gerhard (Studium)

500 Schweitzer, Carl Gunther (Studium)

500 Müller, Eberhard (Studium)

500 Ranke, Hansjürg (Studium)

500 Strohm, Theodor (Studium)

500 Ritter, Karl-Bernhard (Studium)

500 Gollwitzer, Helmut (Studium)

500 Langenfaß, Friedrich (Studium)

500 Haseloff, Elisabeth (Studium)

500 Müller, Eberhard (Studium)

500 Ritter, Karl-Bernhard (Studium)

500 Thielicke, Helmut (Studium, Doktorand und Dozent)

500 Wünsch, Georg (Studium)

Verbundene überindividuelle Akteure

510 Wingolf

510 Zeitschrift für Protestantismus und Kirche (Hauptorgan des Erlanger Luthertums)

Publikationen

Veröffentlichungen über die Institution

730 Hein, Martin: Art. Erlangen, Universität, in: TRE 10 (1982), S. 159-164.

100 Name: Universität Erlangen

410 Abkürzung: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen; Königlich Bayerische Friedrich-Alexanders-Universität; Bayerische Friedrich-Alexanders-Universität; Friedrich-Alexanders-Universität; Universitas Literarum Regia Friderico-Alexandrina; Friedrichs-Akademie; Akademie (Erlangen); Academia Regia Friderico-Alexandrina; Academia Regia Bavarica Friderico-Alexandrina; Academia Fridericiana Erlangensis

0100 GBV-Link: http://d-nb.info/gnd/2024186-0