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  • Evangelische Frauenhilfe/Frauenhülfe
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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Neben der sozialen und diakonischen Ausrichtung des Frauenhülfsvereins, galt seine Tätigkeit dem Ziel, die Frauen vor Gewerkschaftsbewegung, sozialistischer Bewegung und – nicht zuletzt – den Gefahren der Frauenbewegung zu bewahren und somit eine Verknüpfung von inhaltlichen und diakonischen Tätigkeiten zu schaffen. Diese Tendenz entwickelte sich aufgrund des Vereinsgesetzes, welches u.a. in Preußen bis 1908 Gültigkeit hatte und den Ausschluss der Frauen von allen Angelegenheiten bestimme, die die Verfassung, Gesetzgebung und staatsbürgerlichen Rechte betrafen. Besonderes Merkmal des Verbandes war die Organisation und Beteiligung auf freiwilliger Basis ohne Ansehen von Ständen oder Mandat. Die Tätigkeit des Verbandes ist – bis heute in seiner neuen Form als EFiD – getragen von der Vision einer gerechten Gesellschaft, eines gerechten Miteinanders von Männern und Frauen in der Kirche, sowie von jungen und alten Menschen, von Menschen mit unterschiedlichen Befähigungen, als auch unterschiedlicher Herkunft und Lebensformen. Das Engagement des Verbandes soll Frauen in der Evangelischen Kirche in Deutschland und in der weltweiten Ökumene unterstützen. Der Einsatz gilt Frieden, Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung. Die Evangelische Frauenarbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, Partei für Frauen zu ergreifen und ihre Interessen zu vertreten.

4208 Geschichtliche Stationen und Daten

  • 1890 Gründung der „Frauenhülfe“ im Rahmen des Berliner Ortsvereins des Evangelisch-kirchlichen Hülfsvereins (EKH)
  • 01.01.1899 Verbandsgründung unter der Schirmherrschaft von Kaiserin Auguste Viktoria 
  • 1916 Beginn der Unabhängigkeit der Frauenhilfe vom EKH, wenn auch mit gleichem Vorsitzenden, unter dem Namen „Evangelische Frauenhilfe – Gesamtverein e.V.“ 
  • 1926 Ernennung von Gertrud Stoltenhoff (1878–1958) zur ersten weiblichen Vorsitzenden 
  • 1933 Gleichschaltung der Frauenhilfe und Umbenennung in „Reichsfrauenhilfe“ 
  • 1949 Umbenennung in „Evangelische Frauenhilfe in Deutschland“ und Teilung in Ost und West
  • 1992 Zusammenführung zur Evangelischen Frauenhilfe in Deutschland
  • 2005-2008 Organisation der Frauenhilfe in einem Dachverband zusammen mit der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland e.V. (EFD). 12.000 Frauengruppen in 12 evangelischen Landeskirchen wurden von ihm betreut. 
  • 03.2008 Zusammenschluss der Frauenhilfe, der Frauenarbeit und 40 weiterer evangelische Frauenverbände in dem neuen Dachverband der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) 

Netzwerk

510 Evangelisch-kirchlicher Hülfsverein

510 Evangelische Frauen in Deutschland

510 Stoltenhoff, Gertrud (Vorsitzende ab 1926)

Publikationen

Veröffentlichungen über die Institution

730 Evangelische Frauenarbeit in Deutschland e.V. (Hg.): Evangelische Frauenarbeit - innerhalb eines starken Verbandsprotestantismus. Teil einer zukunftsfähigen Kirche der Freiheit, o.O. 2011.

730 Evangelische Frauenarbeit in Deutschland e.V. (Hg.): Positionspapier der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland e.V.. Evangelische Frauenarbeit in Deutschland e.V. –  worauf wir uns gründen. Nachdenken über evangelische Identität, o.O. 2005.

730 Kaiser, Jochen-Christoph: Frauen in der Kirche. Evangelische Frauenverbände im Spannungsfeld von Kirche und Gesellschaft 1890-1945. Quellen und Materialien (Studien. Materialien. Band 27. Geschichtsdidaktik, hg. von Bergmann, Klaus / Kuhn, Annette / Rüsen, Jörn / Schneider, Gerhard), Düsseldorf 1985.

730 Mybes, Fritz: Geschichte der Evangelischen Frauenhilfe in Quellen, Gladbeck 1975.

100 Name: Evangelische Frauenhilfe in Deutschland

410 Abkürzung: Evangelische Frauenhülfe; Evangelische Reichsfrauenhilfe

006 DNB-Link: http://d-nb.info/gnd/2010732-8

Eingehende Verknüpfungen

Meibom, Irmgard von
Weiß, Christa

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