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  • Universität Hamburg
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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Schon im Mittelalter gab es Bestrebungen einen akademischen Lehrbetrieb zu installieren, welche aber nie umgesetzt wurden. Erst 1919 wurde die Universität ohne theologische Fakultät gegründet. Erst der Zweite Weltkrieg ließ Stimmen laut werden, die eine theologische Fakultät befürworteten. Die theologische Fakultät entstand nicht zuletzt aus dem Bestreben der jungen Universität, eine "Volluniversität" zu sein.

4208 Geschichtliche Stationen und Daten mit einem Schwerpunkt auf der theologischen Fakultät

  • 1919 Gründung der Universität Hamburg unter dem damaligen Bürgermeister Werner von Melle mit zunächst vier Fakultäten
  • 1945 Forderung der Universität nach einer theologischen Fakultät
  • 1948 Gründung einer Kirchlichen Hochschule durch die Landeskirche aufgrund der mangelnden Bereitschaft der Hamburger Bürgerschaft, eine theologische Fakultät einzurichten
  • 1952 Gesetzlicher Beschluss der Hamburger Bürgerschaft zur Einrichtung einer evangelisch-theologischen Fakultät; Einsetzung eines Ausschusses für die Erstberufungen, bestehend aus dem Erziehungswissenschaftler Wilhelm Filtner, dem Indologen Walther Schubring und den nicht-Hamburger Theologen Hans von Campenhausen und Helmut Thielicke
  • 1953 Berufung von Kurt Dietrich Schmidt auf den Lehrstuhl für Kirchengeschichte und von Walter Freytag auf den Lehrstuhl für Missionswissenschaft
  • 12.11.1954 Offizielle Eröffnung der theologischen Fakultät
  • 1954 Berufung von Helmut Thielicke auf den Lehrstuhl für Systematische Theologie, von Hans-Joachim Kraus auf den Lehrstuhl für Altes Testament und von Leonhard Goppelt auf den Lehrstuhl für Neues Testament; zum Wintersemester: Aufnahme des Lehrbetriebs der theologischen Fakultät mit 89 Studierenden und fünf ordentlichen Professuren und Ende der Kirchlichen Hochschule Hamburg
  • 1954 Gründung der  Missionsakademie an der Universität Hamburg (1957 konstituiert als Stiftung bürgerlichen Rechts)
  • 1955 Berufung von Hans-Rudolf Müller-Schwefe auf den Lehrstuhl für Praktische Theologie
  • 1956 Berufung von Georg Kretschmar auf den Lehrstuhl für Neues Testament und Kirchengeschichte
  • 1967-1968 Weggang von KrausGoppelt und Kretschmar im Zuge der Studentenunruhen
  • 1969 Umbenennung der Fakultät in Fachbereich Evangelische Theologie und Eingliederung in die insgesamt 19 Fachbereiche
  • 1996 (Gescheiterte) Überlegungen, den Fachbereich Evangelische Theologie in den Geisteswissenschaften aufgehen zu lassen
  • 2004 Nicht durchgeführte Pläne des Senates, den Studiengang Evangelische Theologie für das Pfarramt abzuschaffen; Proteste von der Bischöfin Maria Jepsen, dem Universitätspresidenten Jürgen Lüthje und Walter Jens; seitdem Kooperation mit der Universität Kiel

Netzwerk

500 Anweiler, Oskar (Studium und Promotion)

500 Gablentz, Otto Heinrich von der (Studium)

500 Harmsen, Hans (Professor für allgemeine Hygiene und Sozialhygiene an der Universität Hamburg, Hochschullehrer)

500 Heitmann, Ludwig (Lehrbeauftragter)

500 Herntrich, Volkmar (Gründer der Kirchlichen Hochschule)

500 Howe, Günter (Studium, Promotion, Lehrauftrag)

500 Landgrebe, Ludwig (Dozent)

500 Langmaack, Gerhard (Lehrauftrag)

500 Lübbe, Hermann (Privatdozent)

500 Schelsky, Helmut (Professor für Soziologie)

500 Schmidt, Kurt Dietrich (Hochschullehrer)

500 Schneider, Norbert (Studium)

500 Thielicke, Helmut (Gründungsdekan, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie 1954-1975, Rektor der Universität)

500 Weizsäcker, Carl Friedrich von (Professor und Rektor des Phiosophischen Seminars)

Veröffentlichungen über die Institution

730 Hering, Rainer: Die späte erste Fakultät. Vom Allgemeinen Vorlesungswesen zum Fachbereich Evangelische Theologie, in: Steiger, Johann Anselm (Hg.): 500 Jahre Theologie in Hamburg. Hamburg als Zentrum christlicher Theologie und Kultur zwischen Tradition und Zukunft, Berlin 2005, S. 225-242.

730 Lohse, Bernhard: Art. Hamburg, in: TRE 14 (1985), S. 412 f.