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  • Kammer der EKD für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend
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260 Ziel, Interesse oder Aufgabe

Mit der Neueinsetzung der Kammer 1962 werden auch deren Aufgabe und Zielsetzung festgehalten: Demnach soll die Kammerarbeit ihren Blick sowohl nach außen auf das öffentliche Bildungsgeschehen sowie auch nach innen auf die innerkirchlichen Bemühungen um Erziehung und Bildung der Jugend und der Erwachsenen richten. Die Kammer definiert ihren Aufgabenbereich dabei umfassend sowohl auf institutioneller Ebene als auch in inhaltlicher Hinsicht: Fragen der Erziehung in der Familie kommt ihre Aufmerksamkeit ebenso zu wie den öffentlichen Schulen, den Sonderschulen für behinderte Kinder, den Hochschulen, den Kindergärten sowie Einrichtungen der Erwachsenenbildung, zu denen auch Einrichtungen für den 2. Bildungsweg gehören. In den Zuständigkeitsbereich der Kammer fallen von verschiedenen Seiten vorgelegte Schulreformpläne und sie begleitet den kirchlichen Konfirmandenunterricht und die christliche Jugendarbeit. Die Kammer befasst sich mit Fragen der Gewinnung von Lehrernachwuchs für alle Schularten, der Frage nach evangelischen Schulen und einer für den Bereich der Bildung relevanten Hermeneutik der Bibel. Dieser vielfältige und vielschichtige Auftrag der Kammer hat seinen Generalnenner darin, dass sie ihre Arbeit als diakonischen Dienst an der Gesellschaft versteht. (vgl. Niederschrift der Sitzung vom 05.11.1962, EZA 2/1517)

Die Kammer geht hierbei "nicht von einem formalen Bildungsbegriff aus, sondern qualifizierte ihn theologisch und geschichtlich konkret. Bildung soll nach christlichem Verständnis Menschen für Gottes Schöpfungs- und Erlösungshandeln öffnen, gerade auch angesichts der Herausforderungen der modernen Welt. Bildung schließt Hilfen für menschliches Verhalten in der Welt sowie die Begleitung bei der Bewältigung von Aufgaben unserer Zeit ein. Für die Kirche folgt daraus eine Mitverantwortung für das öffentliche Bildungswesen in einer säkularen Gesellschaft." (Bromm 1985, 280) 

4208 Geschichtliche Stationen und Daten

  • 1949-1955: Einsetzung der Kammer unter dem Namen "Kammer für Erziehung und Unterweisung" in der 1. Legislaturperiode des Rates der EKD
  • 1962-1967: Neuberufung der Kammer unter dem Namen "Kammer für Erziehung, Bildung und Unterricht" in der 3. Legislaturperiode des Rates der EKD
  • 1967-1970: Bestand der Kammer unter dem Namen "Kammer für Kulturpolitik und Bildungsfragen" in der 4. Legislaturperiode des Rates der EKD
  • 1970: Einstellung der Kammerarbeit aufgrund unüberbrückbarer Differenzen innerhalb der Kammer und zwischen dem Rat und dem Willen der Kammermitglieder
  • 1979-1985: Neuberufung der Kammer unter dem Namen "Kammer für Bildung und Erziehung" in der 6. Legislaturperiode des Rates der EKD
  • 1985-1991: Bestand der Kammer unter dem Namen "Kammer für Bildung und Erziehung" in der 7. Legislaturperiode des Rates der EKD

Netzwerk


1. Legislaturperiode des Rats (bis 1955): "Kammer für Erziehung und Unterweisung"

Bisher konnte kein Mitgliederverzeichnis aufgefunden werden.


2. Legislaturperiode des Rats (1955-1961): keine derartige Kammer eingesetzt

Während dieser Ratsperiode bestand keine entsprechende Kammer.


3. Legislaturperiode des Rats (1961-1967): "Kammer für Erziehung, Bildung und Unterricht":

(Akte EZA 2/1516, Laufzeit 01.1960-09.1962)

Mit Beschluss der 12. Ratssitzung vom 05.-06.07.1962 werden in die neugegründete "Kammer für Erziehung und Schule" folgende Personen berufen:

Hochschullehrer der Erziehungswissenschaft

500 Prof. Dr. Andreas Flitner , Tübingen

500 Prof. Dr. Klaus Schaller, Mainz

500 Prof. Dr. Hammelsbeck, Wuppertal

500 Prof. Werner Loch, Oldenburg

Hochschullehrer der Religionspädagogik

500 Prof. D. Kurt Frör, Erlangen

500 Dozent Dr. Otto, Hamburg

500 Prof. Dr. Stock, Göttingen

500 Prof. Dr. Hahn, Gießen

500 Prof. Dr. Dürr, Reutlingen

500 Prof. Dr. Kittel, Osnabrück

Vertreter der Schulverwaltung

500 Regierungsdirektor Friedrich Bruns, Münster

500 Oberschulrat Heesch, Hamburg

Vertreter der Volksschullehrer

500 Rektor Neumüller, Gütersloh

500 Rektor Dyroff, Würzburg

Mittel- und höhere Schule

500 Mittelschullehrer Kieser, Vienenburg

500 Studienrat Kuckuck, Hamburg

500 Oberstudiendirektor Dr. Ringhausen, Frankfurt a.M.

500 Studienrat Rinnert, Berlin

Vertreter der Berufsschularbeit

500 Vikarin Heckmann, Kiel

500 Rektor Müller, Coburg

500 Lehrer Pfalzgraff, Mainz

Vertreter kirchlicher Schulen

500 Oberstudiendirektor Reichel, Königsfeld

500 Oberstudienrat Dr. Götz,

500 Oberstudienrat Göbel, Laubach

Vertreter der Mädchenbildung

500 Oberstudiendirektorin Schenkel, Heidelberg

500 Oberstudienrätin Dr. Glage, Bethel

Sonderschulen

500 Rektor Wagner, Frankfurt a.M.

500 Rektor Dierlau, Stetten

Evangelische Elternschaft

500 Oberstudiendirektor Janssen, Melle

500 Frau von Grunelius, Berlin

Comenius-Institut

500 Direktorin Dr. Ingeborg Röbbelen

 

(Akte EZA 2/1517, Laufzeit 10.1962-12.1963)

Weitere Mitglieder nach der Niederschrift der konstituierenden Sitzung der Kammer am 05.11.1962:

500 Oberstudienrat Dr. Hallmann

500 Reg. Dir. Triebel, Düsseldorf

500 OKR Dr. Dr. Niemeier (ist mit der Organisation der Kirchenkanzlei betraut)


4. Legislaturperiode des Rats (1967-1973): "Kammer für Kulturpolitik und Bildungsfragen"

(Akte EZA 2/1526, Laufzeit 03.1968-12.1969)

Mit Beschluss der 13. Ratssitzung vom 14.-15.03.1968 werden folgende Personen berufen:

500 Heinz Becker (Geschäftsführer)

500  Wolfgang Sucker (Vorsitzender)

500 Konrad Müller (stellvertretender Vorsitzender)

500 Helmut Angermeyer

500 Prof. Dr. Besson (sagt jedoch ab)

500 Johann Philipp Freiherr von Bethmann (sagt jedoch ab)

500 Axel Freiherr von Campenhausen

500 Andreas Flitner (sagt jedoch ab)

500 Ludwig von Friedeburg (sagt jedoch ab)

500 Hans-Hermann Groothoff

500 Siegfried Hajek

500 Regierungsdirektor  Dr. Heldmann

500 Hans Bernhard Kaufmann

500 Wolfgang Motzkau

500 Erich Neumüller

500 Gertrud Osterloh

500 Prof. Dr. Picht, Georg (sagt jedoch ab)

500 Karl Ringhausen

500 Johannes Seiß

500 Hellmut Sieglerschmidt

500 Hans Stock

500 Presbyter Stricker

500 Klaus Tümmler

 

Weitere Mitglieder auf Beschluss der konstituierenden Sitzung der Kammer am 28.06.1968:

500 Dieter Claessens

500 Oppen, Dietrich von

500 Peter Müller


(Akte EZA 2/8308, Laufzeit 01.1969-05.1969)

Weitere Mitglieder auf Beschluss der 28. Ratssitzung vom 13-14.03.1969:

500 Karl-Ernst Nipkow

500 Hans-Martin Schreiber

500 Klaus-Dieter Mende

5. Legislaturperiode des Rats (1973-1979): keine derartige Kammer eingesetzt

Während dieser Ratsperiode bestand keine entsprechende Kammer.


6. Legislaturperiode des Rats (1979-1985): "Kammer für Bildung Erziehung"

(Akte EZA 2/7856, Laufzeit: 11.1979-08.1980)

Mit Beschluss der 6. Ratssitzung vom 07.-08.12.1979 werden folgende Personen berufen:

500 Basse, Ottokar

500 Becker, Ulrich

500 Brandt, Hans Jürgen

500 Frik, Helmut (Stellvertretender Vorsitz)

500 Goldschmidt, Dietrich

500 Jahn, Paul-Gerhard

500 Jürgensen, Johannes

500 Kaufmann, Hans-Bernhard

500 Kimmich, Erika

500 Nipkow, Karl-Ernst

500 Potthast, Karl-Heinz (Vorsitz)

500 Rad, Ursula von

500 Schaede, Klaus

500 Steinmeyer, Fritz-Joachim

500 Ueckert, Ilse

500 Würmell, Klaus (tritt 1983 zurück)

500 OKR Bromm, Gerhard (Geschäftsführer in der Kirchenkanzlei)

500 Christophersen, Jürgen (Wissenschaftlicher Sekretär der Kammer)

7. Legislaturperiode des Rats (1985-1991): "Kammer für Bildung und Erziehung" erneuert

Hierzu liegt bisher kein Mitgliederverzeichnis vor.

 

Publikationen

Eigene Publikationen

692 

Archivbestände

670 Evangelisches Zentralarchiv (EZA) in Berlin

Veröffentlichungen über die Institution

730 Gerhard Bromm: Die Arbeit der Kammer der EKD für Bildung und Erziehung 1979-1985, in: Kirchliches Jahrbuch für die Evangelische Kirche in Deutschland, 112/1985, 277-302.

 

 

 

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