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  • Müller-Armack, Alfred
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4221 Biographie

  • 28.06.1901 geboren in Essen

  • Bis 1923 Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 1923 Promotion zum Dr. rer. pol. mit der Arbeit "Das Krisenproblem in der theoretischen Sozialökonomik"
  • 1926 Habilitation an der Universität Köln mit der Arbeit "Ökonomische Theorie der Kulturpolitik", Privatdozent
  • 1933 Eintritt in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
  • 1934 – 1940 außerordentlicher Professor an der Universität Köln, ab 1938 Vertretung an der Universität Münster, 1939 dort außerordentlicher Professor
  • 1940 – 1950 ordentlicher Professor für Nationalökonomie und Kultursoziologie, insbesondere Religionssoziologie an der Universität Münster, gleichzeitig geschäftsführender Direktor des Institutes für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • 1941 Mitbegründer der Forschungsstelle für Allgemeine und Textile Marktwirtschaft
  • 1945 Entwurf der Idee und de Begriffs der "sozialen Marktwirtschaft", als eine in soziale Bindungen eingebettete liberale Marktwirtschaft
  • 1948 Gründungsmitglied des Wissenschaftlichen Beirates bei der Verwaltung für Wirtschaft in Frankfurt a. M.
  • 1950 Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften und Leiter des Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität Köln
  • 1952 bis 1958 kommissarischer Leiter der Grundsatzabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums, berufen durch Ludwig Erhard 
  • 1958 Berufung zum Staatssekretär für europäische Angelegenheiten im Bundeswirtschaftsministerium durch Ludwig Erhard, Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Investitionsbank
  • 1960 Vorsitzender des Konjunkturausschusses der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)
  • 1962 Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband
  • 1963 nach dem Kanzlerwechsel aus dem Bundesdienst ausgeschieden
  • 1963 – 1970 Lehrtätigkeit an der Universität Köln als Honorarprofessor, Emeritierung 1970      
  • 1964 Stadtverordneter der Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) in Köln
  • 1965 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Wien
  • 1966 – 1968 Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinischen Stahlwerke in Essen
  • 1974 Veröffentlichung des Buches "Genealogie der Sozialen Marktwirtschaft", in dem er die Grundlagen und Konzepte dieser Wirtschaftsordnung zusammenfasst.
  • 1976 Auszeichnung mit der Ludwig-Erhard-Medaille
  • 1977 Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung
  • 06.03.1978 gestorben in Köln


Netzwerk

500 Erhard, Ludwig (Vorgesetzter)

500 Karrenberg, Friedrich (Beitrag für einen Sammelband Karrenbergs)

500 Weisser, Gerhard (Beitrag für eine Festschrift für Weisser)

510 Arbeitsgruppe Wirtschaft des DEKT (Vorsitzender)

510 Bundeswirtschaftsministerium (Staatssekretär, Abteilungsleiter)

510 Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) (Mitglied, zweitweilig Abgeordneter)

510 Deutscher Evangelischer Kirchentag (Teilnahme)

510 Kammer der EKD für soziale Ordnung (Mitarbeit und Berater)

510 Kirche im Volk (Publikation von Aufsätzen)

510 Kirchentag 1950 in Essen (Teilnahme als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaft)

510 Konrad-Adenauer-Stiftung (Mitglied, zeitweilig Vorsitzender)

510 Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) (Mitglied)

510 Universität Köln (Professor)

510 Universität Münster (Professor)

Literatur

Eigene Publikationen

692 Müller-Arnack, Alfred: Entwicklungsgesetze des Kapitalismus. Ökonomische, geschichtstheoretische und soziologische Studien zur modernen Wirtschaftsverfassung, Berlin 1932.

692 Müller-Arnack, Alfred: Staatsidee und Wirtschaftsordnung im Neuen Reich, Berlin 1933.

692 Müller-Arnack, Alfred: Genealogie der Wirtschaftsstile. Die geistesgeschichtlichen Ursprünge der Staats- und Wirtschaftsformen bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 1941.

692 Müller-Arnack, Alfred: Zur Diagnose unserer wirtschaftlichen Lage, Bielefeld 1947.

692 Müller-Arnack, Alfred: Wirtschaftslenkung und Marktwirtschaft, Hamburg 1947.

692 Müller-Arnack, Alfred: Das Jahrhundert ohne Gott. Zur Kultursoziologie unserer Zeit, Münster 1948.

692 Müller-Arnack, Alfred: Diagnose unserer Gegenwart. Zur Bestimmung unseres geistesgeschichtlichen Standorts, Gütersloh 1949.

692 Müller-Arnack, Alfred: Religion und Wirtschaft. Geistesgeschichtliche Hintergründe unserer europäischen Lebensform, Stuttgart 1959.

692 Müller-Arnack, Alfred: Studien zur sozialen Marktwirtschaft. Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität Köln, 1960.

692 Müller-Arnack, Alfred: Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik. Studien und Konzepte zur sozialen Marktwirtschaft und zur europäischen Integration, Freiburg 1966.

692 Müller-Arnack, Alfred: Wirtschafts- und Finanzpolitik im Zeichen der sozialen Marktwirtschaft. Festgabe für Franz Etzel, Stuttgart 1967.

692 Müller-Arnack, Alfred: Auf dem Weg nach Europa. Erinnerungen und Ausblicke, Tübingen 1971.

692 Müller-Arnack, Alfred: Genealogie der Sozialen Marktwirtschaft. Frühschriften und weiterführende Konzepte, Bern / Stuttgart 1974.1.

692 Müller-Arnack, Alfred: Die zentrale Frage der Forschung. Die Einheit von Geistes- und Naturwissenschaften, in: ORDO. Bd. 28, 1975, 13 – 23.

692 Müller-Arnack, Alfred: Die Grundformel der Sozialen Marktwirtschaft, in: Ludwig-Erhard-Stiftung (Hrsg.): Symposion I: Soziale Marktwirtschaft als nationale und internationale Ordnung, Bonn 1978, 9 – 18.

692 Müller-Arnack, Alfred: Mensch oder Arbeitstier?, in: Der Mensch im Kollektiv. Vorträge und Berichte der ersten Arbeitsgruppe des Essener Kirchentages 1950, Kirche im Volk, Heft 6, Velbert 1950, 10 – 19.

Archivbestände

670 Nachlass im Archiv für christlich-soziale Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung St. Augustin.

Bestandsinformationen


Signatur:
01-236
Inhaltsangabe:
Vorträge, Aufsätze, Manuskripte, Notizen (bes. Soziale Marktwirtschaft, Wiederaufbau, Konjunkturpolitik, Wohnungsbau, Europapolitik, Religionssoziologie) 1921-1977; Rezensionen 1942-1978; Korrespondenz, u.a. mit Ludwig Erhard, Franz Etzel und Ferdinand Friedensburg 1943-1977; Bundesministerium für Wirtschaft: Vermerke, Korrespondenz, Entwürfe, Besprechungen, Reisen (u.a. Briefe an Konrad Adenauer und Ludwig Erhard) 1950-1963; Europäische Gemeinschaften: Ministerrat und Kommission (Verhandlungsunterlagen, Denkschriften, Vermerke, Berichte, Korrespondenz, u.a. mit Richard Graf von Coudenhove-Kalergi) 1953-1976, Europäische Investitionsbank 1958-1977, EG-Beitritt Englands 1958-1965, EGKS 1952-1969, Europäische Universität 1958-1977; Demokratische Partei 1945; CDU: Bundesfachausschuß für Wirtschaftspolitik (auch Vorläufer) 1949-1978, Präsidiumsbeauftragter für den Bereich des Bildungswesens 1964, Leitsätze, Ausarbeitungen, Parteitage, Wahlen, Korrespondenz 1949-1973, EAK 1962-1970; Wirtschaftsrat der CDU 1963-1976; Stadtrat in Köln: Drucksachen, Korrespondenz 1964-1972; KAS 1965-1978; Universitätsangelegenheiten 1943-1977; wissenschaftliche Beiräte, Institute, Stiftungen, Gesellschaften (bes. wissenschaftlicher Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium, wohnungswirtschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wohnungsbau) 1945-1978; EKD: Evangelische Kirche im Rheinland 1949-1972, Villigster Kreis 1950-1960, Ökumenischer Rat 1948/49; Persönliches: Schriftenverzeichnis, Terminkalender, Entnazifizierung, Biographisches 1943-1978.
Laufzeit: 1921 - 1978
Umfang: 8,25 lfdM.
Erschließungszustand: Findbuch

Veröffentlichungen über die Person

Internetressourcen

Eintrag "Müller-Armack, Alfred", in: Munzinger Online/Personen - Internationales Biographisches Archiv (zuletzt aufgerufen am 15.01.2019, Zugriff nur mit Abonnement).

Zündorf, Irmgard: Biografie Alfred Müller-Armack, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (zuletzt aufgerufen am 15.01.2019).

Quaas, Friedrun: Art. Müller-Armack, Alfred unter https://www.kas.de/mueller-armack-alfred (zuletzt aufgerufen am 14.05.2019).


100 Name: Alfred Müller-Armack

550 Profession: Soziologe, Ökonom, Hochschullehrer, Staatssekretär

006 GND-Link:  http://d-nb.info/gnd/118585282

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